Definition Schlagafanfall
akute zerebrale Durchblutungsstörung im arteriellen Stromgebiet
charakteristisch ist ein plötzliches Einsetzen der Symptome (“schlagartig”)
Ursachen Schlaganfall
Ursachen zerebrale Ischämie:
Ursachen hämorrhagischer Insult
Risikofaktoren
TIA (Transitorische ischämische Attacke)
Definition
Ursache
Häufigste Manifestationsform
Therapie
Neurologische Ausfälle, die sich innerhalb von 1h wieder komplett zurückbilden
Ursache: Mikroembolien aus atheromatösen Plaques (am häufigsten aus der A. carotis interna)
Therapie: Schnellstmögliche stationäre Aufnahme (Stroke-Unit) und Beginn antithrombotischer Maßnahmen
Minor Stroke
frühere Bezeichnung (prologniertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit (PRIND)
Progressive Stroke
Neurologische Defizite nehmen nach Primärereignis noch weiter zu
partiell reversibel
Completed Stroke (kompletter Hirninfarkt)
bleibendes neurologisches Defizit
Territorialinfarkt
vs.
lakunärer Infarkt
Territorialinfarkt: Häufig ausgedehnte Infarkte infolge des Verschlusses einer größeren Arterie, Ätiologie meist embolisch
Lakunärer Infarkt: Kleiner subkortikaler Infarkt (Durchmesser max. 1,5 cm), Ätiologie meist mikroangiopathisch
Hämodynamisch bedingte Infarkte
Infarkte infolge unzureichender Perfusion von Kapillargebieten (etwa durch hochgradige Stenose einer vorgeschalteten hirnversorgenden Arterie, Ischämie der „letzten Wiese“)
Endstrominfarkt: Infarkt in einem nicht durch Kollateralen versorgten Endstromgebiet einer Arterie
Grenzzoneninfarkt: Infarkt an der Grenze von zwei arteriellen Stromgebieten
Wernicke-Mann-Gangbild
Wann tritt Aphasie/Apraxie auf?
Bei Infarkt der dominaten Hemisphäre (meist links!)
Media-Infarkt
A. cerebri media
Kontralaterale brachiofaziale (d.h. arm- und gesichtsbetonte) sensomotorische Hemisymptomatik
A. cerebri anterior-Infarkt
Kontralaterale, beinbetonte Hemisymptomatik
Blasenstörungen
Schwerste Antriebsstörung (bei beidseitiger Läsion)
Psychopathologische Auffälligkeiten
A. cerebri posterior-Infarkt
Strategische Zentren beim Schlaganfall
Störung der Kognition, Mnestik, Orientierung und praktischer Fertigkeiten
Verschluss der A.carotis interna
Dissektion der A. carotis communis
Dissektion der A. vertebralis
Wallenberg-Syndrom+Nackenschmerzen+Posterior-Infarkt
Vertebrobasiläre Insuffizienz
Drehschwindel
drop attacks
Tinnitus
Sehstörungen
Hirnstamminfarkt
Klinik der Hirnstammschädigungen allgemein: Schwindel Ataxie Dysarthrie Dysphagie Singultus (Schluckauf) Hemi- oder Tetraparese Blickparese
Alternans-Syndrom bei Hirnstamminfarkt
Einseitige Schädigung des Hirnstammes mit „gekreuzter Hirnstammsymptomatik“ (ipsilateraler Hirnnervenausfall + kontralaterale Hemiparese)
Wallenberg-Syndrom
Ätiologie (Welche Arterie?)
Symptomatik
Das Wallenberg-Syndrom ist ein Hirnstamminfarkt im Bereich der dorsolateralen Medulla oblongata oft durch Verschluss der A. cerebelli inferior posterior (PICA). Charakteristische Symptome sind ipsilateral Horner-Syndrom, Gaumensegelparese und Hemiataxie, wohingegen kontralateral unterhalb des Kopfes eine dissoziierte Empfindungsstörung des Körpers in Erscheinung tritt.
Dysarthrie + cerebelläre Hemiataxie (ipsilateral) + dissoziierte Empfindungsstörung (kontralateral) + intensiver Drehschwindel
Symptomatik allgemein
Schwindel und Nystagmus
Übelkeit und Erbrechen
Dysarthrie, Dysphonie
Ipsilateral
Horner-Syndrom mit Hemianhidrose
N. trigeminus-Lähmung: Hypästhesie für alle Qualitäten im Gesicht
Nervus glossopharyngeus- und Nervus vagus-Lähmung
Gaumensegelparese → Dysphagie
Heiserkeit
Hemiataxie (durch Ausfall des Tractus spinocerebellaris)
Kontralateral
Dissoziierte Empfindungsstörung unterhalb des Kopfes (Störung der Temperatur- und Schmerzempfindung bei erhaltener Berührungsempfindung, durch Ausfall des Tractus spinothalamicus lateralis)Weber-Syndrom
Ausfall des N. oculomotorius (ipsilateral) + Hemiparese (kontralateral)
A. basilaris-Infarkt
Schwerste sensomotorische Störungen/hohe Tetraplegie, Koma