V1 Flashcards

(47 cards)

1
Q

Was ist das Ziel der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)?

A

Ermittlung und Kontrolle der Kosten & Leistungen zur internen Steuerung und Entscheidungsfindung (Preise, Wirtschaftlichkeit, Planung).

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2
Q

Welche drei Hauptbereiche hat die KLR?

A

Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung.

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3
Q

Was ist untersucht die Kostenartenrechnung?

A

Welche Kosten sind angefallen? (z. B. Material, Personal, Miete)

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4
Q

Was untersucht die Kostenstellenrechnung?

A

Wo sind die Kosten angefallen? (z. B. Produktion, Verwaltung, Vertrieb)

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5
Q

Was untersucht die Kostenträgerrechnung?

A

Wofür sind die Kosten angefallen? (z. B. Produkt A, Auftrag B, Dienstleistung C)

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6
Q

Was sind Fixkosten?

A

Kosten, die unabhängig von der Ausbringungsmenge immer gleich bleiben (z. B. Miete).

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7
Q

Was sind variable Kosten?

A

Kosten, die sich mit der Ausbringungsmenge verändern (z. B. Materialverbrauch pro Stück).

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8
Q

Was ist der Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten?

A

Einzelkosten: direkt einem Produkt zurechenbar (z. B. Material).

Gemeinkosten: nur indirekt zurechenbar, müssen verteilt werden (z. B. Miete, Verwaltung).

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9
Q

Was ist ein Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation)?

A

Berechnung der Selbstkosten pro Stück, um Preise und Wirtschaftlichkeit zu bestimmen.

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10
Q

Was ist ein Kostenträgerzeitrechnung?

A

Ermittlung des Betriebsergebnisses für eine Periode (alle Kosten & Leistungen im Zeitraum).

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11
Q

Was ist der Deckungsbeitrag?

A

Verkaufspreis – variable Kosten → zeigt, wie viel zur Deckung der Fixkosten beiträgt.

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12
Q

Was ist der Break-even-Point?

A

Absatzmenge, bei der Erlöse = Kosten sind → Gewinnschwelle.

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13
Q

Welche Daten aus dem ERP-System sind für die KLR am wichtigsten und warum?

A

Produktionsmengen, Materialverbräuche, Löhne, Maschinenstunden, Gemeinkosten – sie sind wichtig, um Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger korrekt zu ermitteln und transparente Kalkulationen zu ermöglichen.

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14
Q

Wie können Ergebnisse der KLR zu Produktinnovation beitragen?

A

Durch Analyse der Kostenstruktur können Produkte mit hohen Kosten oder geringen Deckungsbeiträgen erkannt werden. Dies zeigt Potenziale für Innovation (z. B. kostengünstigere Materialien, effizientere Fertigung).

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15
Q

Wie trägt die KLR zur Prozessoptimierung bei?

A

Indem sie aufzeigt, wo besonders hohe Kosten anfallen (z. B. in bestimmten Abteilungen/Prozessen), können ineffiziente Abläufe verbessert und Ressourcen gezielt eingesetzt werden.

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16
Q

Zielgruppe der KLR

A
  1. Unternehmensleitung / Management → Planung, Kontrolle, Steuerung
  2. Abteilungsleiter → Kostenüberwachung in ihrem Bereich
  3. Mitarbeiter im Controlling / Rechnungswesen → Erstellung von Kalkulationen, Analysen
  4. Produktions- und Projektleiter → Wirtschaftlichkeit einzelner Produkte/Aufträge prüfen
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17
Q

Wofür braucht man die „Classification of Economic Theories“ im internen Rechnungswesen?

A

Um zu verstehen, wie Entscheidungen im Unternehmen zustande kommen. Je nach Theorie (rational, verhaltensökonomisch, Principal-Agent) zeigt sich, welche Informationen die KLR liefern muss, wie Berichte aufbereitet werden und wie Steuerung & Kontrolle erfolgen können.

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18
Q

Was besagt die Rational Choice Theorie?

A
  1. Menschen handelnrational, um ihrenNutzen zu maximieren.
  2. Ziel: maximaler persönlicher Vorteil.
  3. Entscheidungen basieren auf vollständiger Information, Abwägung von Kosten & Nutzen.
  4. Kritik: Vernachlässigt Emotionen, soziale Normen und begrenzte Rationalität.
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19
Q

Was ist die Neoklassische Theorie (in der Ökonomie)?

A
  1. Aufbauend auf Rational Choice.
    Menschen = homo oeconomicus (vollständig rational, nutzenmaximierend).

2.Annahmen: vollkommener Markt, vollständige Information, rational handelnde Marktteilnehmer.

  1. Preise entstehen durch Angebot & Nachfrage.
  2. Kritik: zu idealisiert, in der Realität selten erfüllt.
  3. Marktwirtschaft in ihrer Reinform
20
Q

Was ist Behaviourismus / Behavioral Economics?

A
  1. Menschen handeln oft nicht rein rational, sondern emotional oder durch Gewohnheit.
  2. Verhalten wird durch Anreize, Erfahrungen, Routinen gesteuert.
  3. Menschen handeln oftnicht rein rational, sondern mitBiases & Heuristiken(z. B. Verlustangst, Status-quo-Verhalten).
  • Biases - Verzerrungen → Anchoring Effekt (man nimmt nur noch die Sachen war, die die Entscheidung unterstützen, alles andere nicht)
  1. Kritik an Rational Choice: berücksichtigt psychologische Faktoren.
  2. Wichtig im internen Rechnungswesen: erklärt, warum Entscheidungen manchmal gegen die „optimale“ Kostenrechnung getroffen werden.
21
Q

Was erklärt die Prinzipal-Agenten-Theorie?

A
  1. mit am wichtigsten im internen Rechnungswesen
  2. Beschreibt das Verhältnis zwischenAuftraggeber (Principal)undBeauftragtem (Agent).
  3. Beispiel: Eigentümer (Principal) beauftragt Manager (Agent), das Unternehmen zu leiten.
  4. Problem: Informationsasymmetrie → der Agent weiß mehr über sein Handeln als der Prinzipal.
22
Q

Was sind Risiken und und Lösungen der Prinzipal-Agenten Theorie?

A
  1. Risiken:
    - Hidden Action (Moral Hazard): Agent handelt nicht im Interesse des Prinzipals.
    - Hidden Information: Prinzipal kennt Infos nicht.
    - Hidden Intention: Agent verfolgt eigene Ziele.
  2. Lösung: Kontrollmechanismen, Verträge, Anreize.

👉 Merksatz für Rückseite:
Prinzipal = Auftraggeber
Agent = Auftragnehmer
Problem = Informationsungleichgewicht
Lösung = Kontrolle & Anreizsysteme

23
Q

Was ist die Informstionsasymmetrie?

A
  1. Eine Seite in einer wirtschaftlichen Beziehung verfügt über mehr oder bessere Informationen als die andere.
  2. Führt zu ungleicher Verhandlungsposition und möglichen Nachteilen.
  3. Arten:
    - Hidden Action (Moral Hazard): Verhalten des Agenten ist schwer kontrollierbar.
    - Hidden Information: eine Seite hat Wissensvorsprung über Eigenschaften/Situationen.
    - Hidden Intention: Absichten sind vor Vertragsabschluss unbekannt.
    Typisches Problem in der Prinzipal-Agenten-Beziehung.

👉 Merksatz:
Infos ungleich verteilt → Risiko für Fehlentscheidungen.

24
Q

Was passiert bei Informationsmangel oder einem Informationsvakuum in Hierarchien?

A
  1. Informationsmangel: Wichtige Infos erreichen die nächste Ebene nicht.
  • Folgen: ineffiziente Entscheidungen, fehlende Koordination, Kontrollverlust, Vertrauensprobleme.
  1. Informationsvakuum: Infos fehlen komplett oder werden bewusst zurückgehalten.
  • Folgen: Entscheidungen basieren auf Unsicherheit, Gerüchte entstehen, Risiko von Fehlentscheidungen und Machtmissbrauch.

👉 Gemeinsam: Ohne ausreichende Informationen verlieren Organisationen an Steuerungsfähigkeit und Vertrauen.

25
Welche Folgen hat Informationsmangel bzw. ein Informationsvakuum in Hierarchien?
1. Opportunismus: Mitarbeiter (Agenten) nutzen Wissensvorsprung für eigene Vorteile. 2. Moral Hazard: Agent handelt anders, als Prinzipal es erwartet (z. B. weniger Einsatz, private Nutzung von Ressourcen). 3. Adverse Selektion: falsche Entscheidungen, weil wichtige Infos fehlen. 4. Misstrauen & Konflikte: Beziehungen zwischen Ebenen leiden. Ineffizienz: falsche oder verspätete Entscheidungen, höhere Kosten. 👉 Kurz: Ohne Infos = Raum für Opportunismus, Fehlentscheidungen und Misstrauen.
26
Welche Lösungsansätze gibt es für Prinzipal-Agenten-Probleme?
1. Kontrolle & Überwachung: Prüfungen, Berichte, interne Audits. 2. Verträge & Anreizsysteme: variable Vergütung, Boni, Gewinnbeteiligung → Interessenangleichung. 3. Signal- und Screening-Mechanismen: Agent zeigt Kompetenz (z. B. Zertifikate), Prinzipal prüft Infos. 4. Transparenz & Kommunikation: regelmäßige Meetings, Berichtspflichten. 5. Vertrauensaufbau & Unternehmenskultur: langfristige Zusammenarbeit, gemeinsame Werte. 👉 Ziel: Informationsasymmetrie verringern, Interessen angleichen, Opportunismus begrenzen.
27
Was erklärt das Modell „Market for Lemons“?
Beschreibt, wie Informationsasymmetrie Märkte zerstören kann. Beispiel: Gebrauchtwagenmarkt. Verkäufer wissen, ob das Auto gut („Peach“) oder schlecht („Lemon“) ist. Käufer wissen es nicht → zahlen nur Durchschnittspreis. Folge: Gute Autos werden nicht mehr angeboten, nur noch schlechte bleiben → Marktversagen. 👉 Lösung: Signal- und Screening-Mechanismen (z. B. Garantien, TÜV-Zertifikate, Reputation). Ohne Vertrauen & Infos verdrängen schlechte Produkte die guten → Markt bricht zusammen. ## Footnote A: Er zeigt, wie Informationsasymmetrien Märkte zerstören können. Käufer können gute und schlechte Qualität nicht unterscheiden, zahlen nur Durchschnittspreis → gute Anbieter ziehen sich zurück → nur schlechte Produkte („Lemons“) bleiben.
28
Was bedeutet Adverse Selection im Prinzipal-Agenten-Konflikt?
Problem vor Vertragsabschluss. Prinzipal kennt die Eigenschaften/Fähigkeiten des Agenten nicht vollständig. Risiko: Prinzipal wählt „falschen“ Agenten aus (z. B. unqualifiziert, geringe Motivation). Beispiel: Bewerber verschweigt Schwächen im Vorstellungsgespräch. 👉 Lösung: Screening (Prüfungen, Assessment) oder Signaling (Zeugnisse, Zertifikate).
29
Was bedeutet Moral Hazard im Prinzipal-Agenten-Konflikt?
Problem nach Vertragsabschluss während der Leistungserbringung. Agent kann sein Verhalten vor dem Prinzipal verbergen. Risiko: Agent arbeitet weniger, handelt opportunistisch oder eigennützig. Beispiel: Mitarbeiter surft während der Arbeitszeit privat. 👉 Lösung: Kontrolle, Monitoring, variable Vergütung (z. B. Boni, Provision).
30
Was bedeutet Hold-up im Prinzipal-Agenten-Konflikt?
Problem bei langfristigen Verträgen während/bei Erfüllung. Eine Seite investiert spezifisch → wird abhängig. Die andere Seite nutzt diese Abhängigkeit opportunistisch aus. Beispiel: Zulieferer baut Maschine nur für einen Großkunden → Kunde drückt später den Preis. 👉 Lösung: Langfristige Verträge, Vertrauen, gemeinsame Investitionen.
31
Wie hängen Stakeholder und PA-Konflikte zusammen?
Viele Stakeholder-Beziehungen sind PA-Beziehungen: Unterschiedliche Interessen + Wissensvorteile führen zu Konflikten (z. B. Eigentümer vs. Manager, Arbeitgeber vs. Mitarbeiter, Kunde vs. Unternehmen).
32
Was sind Stakeholder?
Gruppen/Personen mit Interesse am Unternehmen (intern & extern), z. B. Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Staat.
33
Beispiele für Interpersonelle Konflikte nach Parteien
Eigner: Fokus auf Rendite, Eigentumsrechte Kreditgeber: Fokus auf Sicherheit, Rückzahlung Management: Fokus auf Steuerung, Strategie Mitarbeiter: Fokus auf Einkommen, Arbeitsplatzsicherheit ➡️ Konflikte entstehen, weil **jeder Stakeholder andere Interessen** hat.
34
Kostet die Informtaionsbeschaffung?
Ja, die Informationsbeschaffung kostet einiges und muss deswegen stets unter einer Kosten-Nutzung-Abwägung gesehen werden
35
Wie können in Prinzipal-Agenten-Beziehungen Informationen geschaffen werden?
Signaling: Der Agent sendet aktiv Signale zur Qualität/Fähigkeit (z. B. Zertifikate, Garantien, Zeugnisse). Screening: Der Prinzipal prüft gezielt Infos über den Agenten (z. B. Auswahlverfahren, Tests, Probearbeit). Monitoring & Kontrolle: Laufende Überprüfung während der Vertragslaufzeit (z. B. Berichte, Audits). Reporting & Transparenz: Offenlegung von Zahlen, Prozessen, Fortschrittsberichten. Reputation & Vertrauen: Aufbau von langfristigen Beziehungen, damit gutes Verhalten „sichtbar“ wird.
36
Woran haben die verschiedenen Stakeholder Interesse?
Eigentümer / Shareholder: Gewinn, Wertsteigerung, Dividenden Mitarbeiter: sichere Arbeitsplätze, faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen Kunden: Qualität, Preis, Service, Sicherheit Lieferanten: stabile Geschäftsbeziehungen, pünktliche Bezahlung Staat: Steuereinnahmen, Einhaltung von Gesetzen, Beschäftigung Gesellschaft / Öffentlichkeit: Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Umweltschutz Kreditgeber: Rückzahlung, Zinsen, Bonität des Unternehmens
37
Was ist Rechnungswesen?
Das Rechnungswesen umfasst alle systematischen Verfahren, mit denen ein Unternehmen Geld- und Güterströme erfasst, dokumentiert und ausgewertet.
38
Was ist das Ziel vom Rechnungswesen?
👉 Ziel: wirtschaftliche Vorgänge transparent machen und Informationen für Planung, Steuerung, Kontrolle sowie Rechenschaft bereitzustellen.
39
Was sind die Teilbereiche des Rechnungswesens?
1. (Finanz-) Buchhaltung / Bilanzierung (extern) 2. (Betriebs-) Buchhaltung / KLR (intern) 3. Statistik 4. Planungsrechnung
40
Wie unterscheiden sich externes und internes Rechnungswesen?
1. Externes RWS Adressaten: externe Stakeholder (z. B. Anteilseigner, Staat, Gläubiger) Inhalte: Bilanz, GuV, Jahresabschluss Gesetzlich vorgeschrieben (HGB, IFRS) Fokus: Dokumentation, Rechenschaft, Vergleichbarkeit 2. Internes RWS (KLR) Adressaten: internes Management Inhalte: Kosten, Leistungen, Kalkulationen, Deckungsbeiträge Keine gesetzliche Pflicht, frei gestaltbar Fokus: Planung, Kontrolle, Steuerung, Entscheidungen
41
Welche Prinzipien gelten im internen Rechnungswesen?
1. Verursachungsgerechtigkeit - Kosten werden direkt den Kostenträgern zugeordnet, die sie tatsächlich verursacht haben. - Beispiel: Rohstoffe für ein Produkt, Löhne eines Monteurs. 2. Verursachergerechtigkeit Kosten, die nicht direkt zuordenbar sind (z. B. Gemeinkosten), werden gerecht verteilt. - Ziel: faire Belastung der Produkte/Abteilungen. - Beispiel: Verteilung der Mietkosten einer Fabrikhalle nach Quadratmetern auf verschiedene Abteilungen. 👉 Kurz: Verursachungsgerechtigkeit = direkt zurechenbar Verursachergerechtigkeit = indirekt, aber fair verteilt ## Footnote 1. Verursachungsgerechtigkeit ​ - Kosten sollen dort erfasst werden, wo sie tatsächlich entstanden sind (Kostenstelle/Kostenträger). - Beispiel: Kaffeebohnenkosten gehen direkt in die Kosten für „Produkt Kaffee“. 👉 Ziel: richtige Kosten- und Leistungsträgerrechnung. ​ 2. Verursachergerechtigkeit ​ - Kosten sollen der Stelle oder Person zugerechnet werden, die sie beeinflussen oder verantworten kann. - Es geht also um Verantwortungsübernahme und Steuerung. - Beispiel: Hoher Stromverbrauch in der Produktion → Kosten werden der Produktionsabteilung zugerechnet, nicht der Verwaltung. - z.B. Boni bei Stückzahl x im Vertrieb 👉 Ziel: Kostenbewusstsein und Verantwortlichkeit schaffen. ​
42
Was ist die Bestandsrechnung und was die Bewegungsrechnung?
**Bestandsrechnung** = Zeitpunkt (Foto) → Bilanz **Bewegungsrechnung** = Zeitraum (Film) → GuV, Cashflow ## Footnote 1. Bestandsrechnung - Stellt Bestände zu einem Stichtag dar. - Typisches Instrument: Bilanz. - Zeigt: „Wie viel Vermögen / Schulden haben wir am …?“ 👉 Beispiel: Bilanz zum 31.12.2025 → Kasse 2.000 €, Maschinen 5.000 €, Kredit 3.000 €. 2. Bewegungsrechnung - Erfasst Veränderungen innerhalb eines Zeitraums. - Typische Instrumente: GuV (Gewinn- und Verlustrechnung), Cashflow-Rechnung. - Zeigt: „Welche Erträge und Aufwendungen / Ein- und Auszahlungen sind im Zeitraum angefallen?“ 👉 Beispiel: GuV für 2025 → Umsatzerlöse 30.000 €, Aufwendungen 25.000 €, Gewinn 5.000 €.
43
Was sind Bestandsgrößen im Rechnungswesen?
Größen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen werden (z. B. Vermögen, Kapital in der Bilanz).
44
Was ist das Betriebsnotwendige Vermögen?
Der Teil des Vermögens, der unbedingt für den eigentlichen Betriebszweck gebraucht wird. ## Footnote Wird in der KLR genutzt, um z. B. kalkulatorische Zinsen zu berechnen. (intern) Beispiele: Maschinen, Gebäude, Fuhrpark, Material- und Warenlager. 👉 Wichtig: Nicht alles Vermögen ist betriebsnotwendig. **Betriebsnotwendig**: Produktionshalle, Maschinen für die Fertigung, Vorräte. **Nicht betriebsnotwendig:** Spekulationsgrundstücke, stillgelegte Anlagen, Luxusautos für die Chefetage. ➡️ Nur das **betriebsnotwendige Vermögen** geht in die Kostenrechnung ein.
45
Was sind liquide Mittel?
**Definition:** Sofort verfügbare Zahlungsmittel. Sie stehen dem Unternehmen jederzeit zur Verfügung, um Rechnungen, Löhne oder Investitionen zu bezahlen. ## Footnote **Beispiele:** - Kasse (Bargeld) - Bankguthaben (Sichtguthaben) - kurzfristig verfügbare Wertpapiere (z. B. Tagesgeld) 👉 Liquide Mittel gehören zum **Umlaufvermögen** in der Bilanz (Aktiva).
46
Was steht in der Bilanz auf der Aktiva und was auf der Passiva Seite?
**Aktiva** (Vermögen) = Mittelverwendung: „Wie wird das Geld verwendet?“ - Zeigt, was das Unternehmen besitzt Gliederung: * Anlagevermögen (langfristig im Betrieb gebunden) - Maschinen, Gebäude, Patente * Umlaufvermögen (kurzfristig, liquidierbar) - Vorräte, Forderungen, liquide Mittel * Beispiel: Maschine 100.000 €, Bank 10.000 € **Passiva** (Kapital/Finanzierung) = Mittelherkunft: „Woher kommt das Geld?“ - Zeigt, wem das Unternehmen gehört oder schuldet Gliederung: * Eigenkapital (von Eigentümern eingebracht, Gewinnrücklagen) * Fremdkapital (Schulden, Verpflichtungen) * Bankkredite, Lieferantenverbindlichkeiten * Beispiel: Eigenkapital 60.000 €, Kredit 50.000 €
47
Welches Vermögen wird wo erfasst? (extern und intern RWS)
**Extern** → Bilanz zeigt alles Vermögen (keine Unterscheidung). **Intern** → Nur betriebsnotwendiges Vermögen wird berücksichtigt (für Kalkulation, Kostenrechnung, Zinsen). ## Footnote Externes Rechnungswesen (Bilanz nach HGB/IFRS) - Hier wird **das gesamte Vermögen** erfasst – egal ob betriebsnotwendig oder nicht. - Alles, was das Unternehmen besitzt, steht auf der **Aktivseite** (z. B. Maschinen, Grundstücke, Finanzanlagen, Spekulationsobjekte). - Es gibt **keine Unterscheidung** zwischen betriebsnotwendig und nicht-betriebsnotwendig. 👉 Beispiel: Ein stillgelegtes Grundstück wird trotzdem in der Bilanz ausgewiesen, auch wenn es für die Produktion nicht gebraucht wird. 📊 Internes Rechnungswesen (KLR) - Hier betrachtet man nur das **betriebsnotwendige Vermögen** → das, was tatsächlich für die Leistungserstellung gebraucht wird. - Hintergrund: Dieses Vermögen bildet die **Basis für die Kostenrechnung**, z. B. für die **kalkulatorischen Zinsen**. - **Nicht betriebsnotwendiges Vermögen** (z. B. Spekulationsgrundstücke, Luxuswagen) wird ausgeklammert, weil es nichts mit der eigentlichen Leistungserstellung zu tun hat. 👉 Beispiel: - Betriebsnotwendig: Produktionsmaschinen, Vorräte, Bürogebäude. - Nicht betriebsnotwendig: Ferienvilla des Chefs, Wertpapiere zur Spekulation.