V2 Flashcards

(35 cards)

1
Q

Was sind Stakeholder und was Shareholder?

A

Kurz gesagt:Shareholder = Eigentümer,Stakeholder = alle Interessengruppen.

Stakeholder Konflikte → fast alles Prinzipal-Agenten Konflikte

  • Stakeholder und Shareholder Definition
    • Stakeholder: Alle Personen oder Gruppen, die ein Interesse am Unternehmen haben oder von dessen Handeln betroffen sind (z. B. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Staat, Gesellschaft).
    • Shareholder: Die Eigentümer bzw. Anteilseigner eines Unternehmens, die Kapital eingebracht haben und in erster Linie am Gewinn interessiert sind.

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2
Q

Wie soll der Prinzipal Agenten Konflikt reduziert werden?

A

Internes und externes Rechnungswesen stellen Informationen zusammen die im besten Fall den Prinzipal Agenten Konflikten reduzieren oder gar auflösen-
* Internes - Adressat intern als Grundlage für Steuerung des Unternehmens
* Extern - Externe Personen als Grundlage für wirtschaftlichen Entscheidungen

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3
Q

Leitprinzipien des internen RWS?

A
  1. Verursachungsgerechtigkeit (am wichtigsten)
    * Kosten sollendort erfasst werden, wo sie tatsächlich entstanden sind(Kostenstelle/Kostenträger).
    * Beispiele
    1. Fertigungslöhne: Der Lohn eines Arbeiters, der ein bestimmtes Produkt herstellt, wird direkt diesem Produkt zugerechnet.
    2. Maschinenstunden: Die Kosten für den Betrieb einer Maschine (z. B. Strom, Wartung) werden den Produkten zugerechnet, die auf dieser Maschine gefertigt wurden.
    3. Materialkosten: Die Rohstoffe, die in ein Produkt eingehen, werden genau diesem Produkt belastet.
    4. Projektkosten: Bei einem Kundenauftrag (z. B. Bau eines Hauses) werden alle Kosten, die speziell für diesen Auftrag entstehen, diesem Auftrag direkt zugeordnet.
    ➡️ Kurz:Wer die Kosten verursacht, trägt sie auch.
    • Verursachergerechtigkeit
      * Kosten sollender Stelle oder Person zugerechnet werden, die sie beeinflussen oder verantworten kann.
      * z.B. Boni bei Stückzahl x im Vertrieb
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4
Q

Bestandsgrößen des Rechnungswesens?

A
  • Extern - alles muss angeschaut werden
    • Regel basiert z.B. HGB IRFS
  • Intern - nur das Betriebsnotwendige Vermögen
    • Prinzipien basiert
    • Controlling stellt Informationen bereit, damit möglichst unverzerrt rational Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden können (unbiased)
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5
Q

Definition von Erlös und Kosten?

A
  • Kosten: Bewerteter, periodenbezogenerVerbrauch von Gütern und Dienstleistungen, der durch die betriebliche Leistungserstellung (also den eigentlichen Unternehmenszweck) verursacht wird.👉 Beispiel: Materialverbrauch in der Produktion, Löhne der Fertigungsmitarbeiter.
  • Erlöse: Bewertete, periodenbezogeneZuflüsse aus der betrieblichen Leistungserstellung, also aus dem Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen, die dem Unternehmenszweck dienen.👉 Beispiel: Verkaufserlöse für hergestellte Produkte.

Wichtig: Nurbetriebszweckbezogen! Dinge wie Spekulationsgewinne oder private Spenden tauchen im internen Rechnungswesen nicht als Kosten/Erlöse auf, weil sie nichts mit der eigentlichen betrieblichen Leistung zu tun haben.

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6
Q

Wann Kosten/Erlöse und wann Aufwand/Ertrag?

A
  • Aufwand, aber keine Kosten: Spenden, Verluste durch Unwetter, Steuernachzahlungen.
  • Kosten, aber kein Aufwand: Kalkulatorische Abschreibungen (höher als die bilanziellen), kalkulatorischer Unternehmerlohn.
  • Ertrag, aber kein Erlös: Verkauf einer Maschine über Buchwert, Zinserträge.
  • Erlös, aber kein Ertrag: Kalkulatorische Miete für eigene Räume.
  • Eselsbrücke:
    • Kosten/Erlöse = eng(betriebszweckbezogen).
    • Aufwand/Ertrag = weit(gesamtunternehmensbezogen).
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7
Q

Definition: Pagatorisch vs. kalkulatorisch?

A

Kurz gesagt:

  • Pagatorisch = wirklich gezahlt
  • Kalkulatorisch = rechnerisch angesetzt

  • Pagatorisch: Alles, wastatsächlich zu einer Zahlung(Ausgabe oder Einnahme) führt.👉 Beispiel: Gehaltszahlung an Mitarbeiter, Einkauf von Rohstoffen, Verkaufserlös auf dem Bankkonto.
  • Kalkulatorisch: Werte, diegedanklich verrechnetwerden, um den betrieblichen Zweck realistisch abzubilden – unabhängig davon, ob eine tatsächliche Zahlung stattfindet.👉 Beispiel: kalkulatorische Abschreibungen (höher/niedriger als bilanzielle), kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Miete für eigene Räume.
  • Beispiele für kalkulatorische Werte:
    1. Kalkulatorische Abschreibungen
      • dienen dazu, den tatsächlichen Werteverzehr von Anlagen abzubilden, unabhängig von steuerrechtlichen oder bilanziellen Vorgaben.👉 Beispiel: Maschine wird intern über 8 Jahre abgeschrieben, während die steuerliche AfA nur 10 Jahre vorsieht.
    2. Kalkulatorische Zinsen
      • erfassen dieOpportunitätskosten des eingesetzten Kapitals, also die entgangene Verzinsung, wenn Kapital im Unternehmen gebunden ist.👉 Beispiel: Eigenkapital könnte am Kapitalmarkt Zinsen bringen, wird aber im Unternehmen genutzt.
    3. Kalkulatorische Miete
      • wird angesetzt, wenn das Unternehmen eigene Räume nutzt, für diekeine tatsächliche Mietegezahlt wird.👉 Beispiel: Eigene Lagerhalle – extern müsste man dafür Miete zahlen.
    4. Kalkulatorischer Unternehmerlohn
      • relevant bei Einzelunternehmen/Personengesellschaften, wo der Unternehmerkein Gehaltbezieht.👉 Intern wird ein fiktiver Lohn angesetzt, um die Leistung des Unternehmers zu berücksichtigen.
    5. Kalkulatorische Wagnisse
      • deckenunternehmensspezifische Risikenab (Schwund, Forderungsausfälle, Garantieansprüche).👉 Beispiel: Ein Teil der produzierten Waren geht regelmäßig durch Bruch verloren.

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8
Q

Stromgrößen des internen RWS

A
  • Kostenarten im internen RWS = Grundkosten + Anderskosten + Zusatzkosten
  • Alles Neutrale bleibt draußen.
  • Kategorisierung
    • z.B. die Betrieblichen Aufwendungen die die Grundkosten abbilden
    • Neutrale Aufwendungen
    • Betriebliche Aufwendungen - in die Anderskosten
    • Zusatzkosten
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9
Q

Kalkulatorische Werte (bei intern)

A
  • Kalkulatorische Werte - ich muss was ermitteln
    • Anderskosten - weil diese anders bewertet werden
      • Kalkulatorische Abschreibungen (z.B. von Maschinen eine Wertminderung über Zeit → Jedes Jahr wird der gleiche Betrag abgeschrieben, weil die Maschine immer mehr an Wert verliert)
    • Zusatzkosten - rein kalkulatorische Werte → wo nichts an Geld geflossen ist? → nur Internes RWS
      • kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Miete (Eigentum für der noch keine Miete gezahlt wird - aber man berücksichtigt die Kosten trotzdem, weil man daraus einen Preis kalkuliert für das Produkt bzw. die Produktionskosten, weil die Büro Miete fällt, was bei einem späteren Umzug hohen Einfluss haben könnte)
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10
Q

Rendite

A
  • 👉 Wie vielProzent Gewinnbekomme ich auf mein eingesetztes Geld?
  • Misst den prozentualen Gewinn einer Kapitalanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
      Beispiel: 100 € angelegt, 110 € zurück → Rendite = 10 %.

Rendite= Ertrag in % einer Anlage.

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11
Q

Rentabilität

A
  • 👉 Wiegut arbeitet das Unternehmen mit seinem Kapital?
  • Zeigt, wiewirtschaftlichein Unternehmen arbeitet: Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital, Umsatz oder Eigenkapital.Beispiel: Gewinn 50.000 €, eingesetztes Eigenkapital 500.000 € → Eigenkapitalrentabilität = 10 %.

Rentabilität= Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

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12
Q

Barwert

A
  • 👉 Stell dir vor: Geld in der Zukunft istheute weniger wert, weil du es auch verzinsen könntest.
    • Heutiger Wert eineszukünftigen Geldbetrags, abgezinst mit einem Zinssatz.Beispiel: 1.100 € in einem Jahr, Zinssatz 10 % → Barwert heute = 1.000 €.

Barwert= heutiger Wert von Zukunftsgeld.

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13
Q

Wann braucht man denBarwert?

A
  • Immer dann, wenn duGeld in der Zukunftmitheutigem Geld vergleichenwillst.
  • Denn: 100 € heute sind mehr wert als 100 € in 3 Jahren (weil du sie bis dahin anlegen und Zinsen bekommen könntest).

👉 Typische Fälle:

  1. Investitionsentscheidungen: Soll ich heute 1.000 € investieren, wenn ich in 3 Jahren 1.500 € zurückbekomme? → Dafür rechnest du den Rückfluss aufheute zurück(Barwert).
  2. Kreditrückzahlungen: Was ist eine Serie von zukünftigen Raten heute wert?
  3. Versicherungen/Renten: Wie viel muss ich heute einzahlen, damit ich später eine bestimmte Summe erhalte?
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14
Q

Kapitalwert

A
  • Du schaust bei einerInvestition: Was ist alles zusammen heute wert?
  • Du rechnest alle zukünftigen Einnahmen aufheute zurück(Barwert) und ziehst die Anfangsauszahlung ab.
  • Ist das Ergebnispositiv, lohnt sich die Investition.
  • Summe aller abgezinsten (diskontierten) zukünftigen Ein- und Auszahlungen eines Investitionsprojekts.Kapitalwert > 0 → Investition lohnt sich.Kapitalwert < 0 → Investition lohnt sich nicht.

Kapitalwert= Summe aller Barwerte eines Projekts.

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15
Q

Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?

A

Merksatz:

  • Fixe Kosten = „immer da“
  • Variable Kosten = „ändern sich mit der Menge“

Fixe Kosten

👉 Kosten, dieunabhängig von der Produktionsmengeimmer anfallen.

  • Sie bleiben gleich, egal ob viel oder wenig produziert wird.
  • Beispiele: Miete für die Fabrikhalle, Gehalt des Geschäftsführers, Versicherungen.
  • unabhängig von der Stückmenge die produziert wird
  • Abschreibungskosten der Maschine würde z.B. auch fix bleiben unabhängig von der Stückzahl

Variable Kosten

👉 Kosten, diemit der Produktionsmenge steigen oder fallen.

  • Je mehr du produzierst, desto höher werden sie.
  • Beispiele: Materialkosten, Fertigungslöhne nach Stückzahl, Energiekosten pro Maschine.
  • wenn ich 5.000 Stifte herstelle, brauch ich eventuell weniger an Materialkosten als für 10.000 Stifte

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16
Q

Unterschied zwischen Voll- und Teilkostenrechnung?

A

Kurz-Merksatz:

  • Vollkostenrechnung = Fix + Variabel → volle Selbstkosten
  • Teilkostenrechnung = nur variabel → Deckungsbeitrag

Vollkostenrechnung

👉 Alle Kosten (fixe + variable) werden auf die Kostenträger (Produkte/Dienstleistungen) verteilt.

  • Vorteil: Man sieht dievollen Selbstkosteneines Produkts.
  • Nachteil: Fixkosten werden „mitgeschleppt“, dadurch kann die Kalkulation ungenau für kurzfristige Entscheidungen sein.
  • Klassische Leistungsrechnung
  • dient vornehmlich eigentliche der Kontrolle
  • umfasst alle Kosten, sowohl Variable aber auch fixe Kosten
  • langfristige Preisuntergrenze - (muss ich durch Umsatz wieder rein kriegen)

Teilkostenrechnung

👉 Nur dievariablen Kostenwerden den Kostenträgern zugerechnet.

Fixkosten bleiben zunächst „gesammelt“ und werdennicht verteilt.

  • Vorteil: Besser fürkurzfristige Entscheidungen(z. B. Preisuntergrenze, Annahme von Zusatzaufträgen).
  • Nachteil: Fixkosten und langfristige Wirtschaftlichkeit sieht man nicht direkt.
  • kurzfristige Preisuntergrenze - (unter bestimmten Umständen darf ich auch an den Markt gehen, selbst wenn nur meine Variablen Kosten gedeckt sind? )
  • wie viele Stückzahl des Produkts stelle ich her → so das es für mich als Unternehmen rentable ist - wird mit der Teilkostenrechnung errechnet!

17
Q

Was ist die Grundidee der Teilkostenrechnung?

A
  • Kosten werden getrennt in:
    • Fixe Kosten (FK):bleiben gleich, egal wie viel produziert wird.
    • Variable Kosten (VK):steigen mit der Produktionsmengexx.

👉 Formel:

K(x)=FK+VK(x)

(Diagramm in der PPP - stell die Spaltung der Kosten in fixe und variable Kosten in Bezug auf die Teilkostenrechnung dar)

Zusammenfassung der Formeln:

  • Variable Kosten:VK(x)=kv⋅x
  • Gesamtkosten:K(x)=FK+VK(x) = FK+kv⋅xK(x)

18
Q

Wie lassen sich die variablen Kosten darstellen? (Teilkostenrechnung)

A

Variable Kosten hängen direkt von derMengexxab:

VK(x)=kv⋅x

  • kv= variable Kosten pro Stück (Kostenverlauf pro Einheit).
  • xx= Ausbringungsmenge (Stückzahl).

👉 Beispiel:

  • kv=5€kv=5€,
  • x=100x=100,
  • VK(100)=5⋅100=500€VK(100)=5⋅100=500€.
19
Q

Wie sieht die Gesamtkostenfunktion aus (Bezug auf Teilkostenrechnung?) ?

A

K(x)=FK+kv⋅x

Das bedeutet:

  • Gesamtkosten bestehen immer ausfixen Kosten (Grundlinie, rot in der Grafik)+variablen Kosten (steigende Kurve).
20
Q

Warum ist die Zerlegung von fixen und variablen Kosten in der Teilkostenrechnung so wichtig?

A

Wofür das wichtig ist

DieTeilkostenrechnungnutzt diese Zerlegung, um Entscheidungen zu treffen:

  • Kurzfristige Preisuntergrenze:Verkaufspreis ≥ variable Kosten (kvkv) → besser verkaufen als gar nicht.
  • Deckungsbeitrag:Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten → dient zur Deckung der Fixkosten.
21
Q

Was können bei der Teilkostenrechnung für verschiedene Kostenverläufe entstehen?

A
  • Proportional / linear:Variable Kosten steigen gleichmäßig mitxx.
  • Progressiv:Variable Kosten steigen überproportional (z. B. Überstunden → steigende Lohnkosten pro Stück).
  • Degressiv:Variable Kosten steigen unterproportional (z. B. Mengenrabatte beim Einkauf → sinkende Kosten pro Stück).

Startet erst an der horizontalen Linie der Fixkosten und nicht bei 0 im Diagramm!!

22
Q

Was lässt sich zu den Fixkosten bei den Kostenverläufe - (Stückkosten) sagen? (Diagramm V1 - PPP S.42)

A

Fixkosten bleiben absolut gleich

  • Fixkosten (rote Linie „FK“) sindunabhängig von der Menge.
  • Egal, ob du 1 Stück oder 1.000 Stück produzierst – die Fixkosteninsgesamtändern sich nicht.
23
Q

Was ist eine Fixkostendegression? (Diagramm V1 - PPP S.42)

A

Fixkosten pro Stück (gelbe Kurve:fk(x)=FK/x)

  • Wenn du dieFixkosten durch die Stückzahl teilst, sinken diedurchschnittlichen Fixkosten je Stückmit steigender Menge.
  • Beispiel:
    • FK = 1.000 €
    • 100 Stück → 10 €/Stück
    • 200 Stück → 5 €/Stück
    • 500 Stück → 2 €/Stück

👉 Genau das nennt manFixkostendegression: die Fixkosten „verteilen“ sich auf mehr Stücke und werden pro Stück billiger.

Merksatz:

👉Fixkostendegression = gleiche Fixkosten, aber je mehr Stück, desto kleiner der Fixkostenanteil pro Stück.

  • Fixkostendegression
    • 1.000€ Fixkosten müssen auf die Stückzahl verteil werden
    • meine Fixkosten pro Stück laufen gegen Ausbringungsmenge gegen null
    • wird so klein das er praktisch nicht mehr relevant wird
    • je mehr Ausbringungsmenege, je mehr kann ich die Fixkosten verteilen und der Wert wird sehr sehr klein (grüne Kurve nähert sich der roten Linie an)

24
Q

Was lässt sich zu den variablen Kosten pro Stück sagen? (Diagramm V1 - PPP S.42)

A

Variable Kosten pro Stück (rote Linie:kv(x)=VK(x)/x)

  • Variable Kosten sind meistens konstant pro Stück (z. B. 5 € Material je Stück).
  • Darum läuft die Kurve in der Grafik waagerecht.
25
Was lässt sich zu den Gesamtkosten pro Stück sagen? (Diagramm V1 - PPP S.42)
**Gesamtkosten pro Stück (grüne Kurve: k(x)=K(x)/x)** - Gesamtkosten pro Stück = Fixkosten pro Stück + variable Kosten pro Stück. - Am Anfang sehr hoch (weil Fixkosten sich nur auf wenige Stücke verteilen). - Mit steigender Menge sinkt die Kurve und nähert sich den variablen Stückkosten an.
26
Was ist der Mengeneffekt bezogen auf die Stückkosten? (Diagramm V1 - PPP S.42)
**Bedeutung für die Praxis** - Unternehmen mit hohen Fixkosten (z. B. Airlines, Automobilproduktion) müssen **hohe Auslastung** erreichen, um die Stückkosten zu senken. - Deshalb spricht man vom **„Mengeneffekt“**: je mehr man produziert, desto günstiger wird das einzelne Produkt.
27
Warum werden nur die Teilkosten betrachtet? (Diagramm V1 - PPP S.42)
- Annahme - wir gehen davon aus, dass es immer einen Anbieter gibt der so viele Produkte anbietet und verkauft, dass seine Stückkosten und Fixkosten gegen null laufen - bedeutet, dass man davon ausgeht, dass es immer eine Unternehmen gibt welches sein Produkt zu variablen Kosten anbieten kann - Kurzfristige Preisuntergrenze der Teilkostenrechnung - Deswegen werden dann nur die Teilkosten betrachtet
28
Was ist die Vollkostenrechnung und in was wird sie unterteilt?
- Bei der **Vollkostenrechnung** werden **alle Kosten (fix + variabel)** auf die Kostenträger (Produkte, Aufträge, Dienstleistungen) verteilt. - Ziel: Man will die **vollen Selbstkosten** eines Produkts kennen. - Wichtig für: Preisfindung, Kalkulation, langfristige Planung. 👉 Nachteil: Für kurzfristige Entscheidungen oft zu ungenau, weil Fixkosten „mitgeschleppt“ werden. **Merksatz:** - **Kostenartenrechnung** = Welche Kosten? - **Kostenstellenrechnung** = Wo sind die Kosten? - **Kostenträgerrechnung** = Wofür sind die Kosten?
29
Was sind die Schritte der Kostenartenrechnung?(V2 - PPP - Schaubild S.4)
**Merksatz** **Schritte der Kostenartenrechnung:** 1. Kosten erfassen 2. Nach Zurechenbarkeit trennen (Einzelkosten / Gemeinkosten) 3. Gemeinkosten unterteilen (echt / unecht) 4. Kosten an nächste Stufe weitergeben (Einzel → Kostenträger, Gemein → Kostenstellen) ## Footnote 🔹## Schritte in der Kostenrechnung (dein Schaubild) **Schritt 1: Kostenartenrechnung** 👉 Frage: **Welche Kosten sind angefallen?** - Systematische Erfassung aller Kostenarten. - Unterscheidung: - **Einzelkosten** → können direkt einem Produkt zugerechnet werden (z. B. Material, Fertigungslöhne). - **Gemeinkosten** → können nicht direkt zugerechnet werden, müssen über Umwege verteilt werden (z. B. Miete, Verwaltung). --- **Schritt 2: Kostenstellenrechnung** 👉 Frage: **Wo sind die Kosten angefallen?** - Gemeinkosten werden auf **Kostenstellen** verteilt. - **Vorkostenstellen**: Hilfsbereiche (z. B. Kantine, Instandhaltung). Deren Kosten werden auf Hauptkostenstellen umgelegt. - **Hauptkostenstellen**: Bereiche, die direkt an der Leistungserstellung beteiligt sind (z. B. Fertigung, Vertrieb). --- **Schritt 3: Kostenträgerrechnung** 👉 Frage: **Wofür sind die Kosten angefallen?** - Endverteilung auf die **Kostenträger** (Produkte, Aufträge, Dienstleistungen). - Ziel: Ermittlung der **Selbstkosten pro Stück** oder pro Auftrag.
30
Wie komme ich von den Erträgen und Aufwendungen zu meinen Kosten?
🔑 **Merksatz:** - **Extern (Aufwand/Ertrag) → Intern (Kosten/Leistungen)** - Neutrales weg, kalkulatorisches dazu, Rest angepasst. ## Footnote 🔹 1. Ausgangspunkt: Aufwendungen und Erträge (GuV, extern) - **Aufwendungen** = gesamter Werteverzehr einer Periode - **Erträge** = gesamter Wertzugang einer Periode Im internen RWS brauchen wir aber nur das, was **betriebszweckbezogen** ist → die **Kosten**. --- 🔹 2. Unterscheidung der Aufwendungen 👉 Aufwendungen werden aufgeteilt in: 1. **Neutraler Aufwand** → NICHT Teil der Kosten - Betriebsfremd (Spenden, Aktienverluste) - Außerordentlich (Brandschaden, Hochwasser) - Periodenfremd (Steuernachzahlung fürs Vorjahr) 2. **Zweckaufwand (= betrieblicher Aufwand)** → Grundlage für Kosten - Materialverbrauch, Fertigungslöhne, Miete für Produktionshalle --- 🔹 3. Vom Zweckaufwand zu den Kosten - **Grundkosten** = Aufwand in gleicher Höhe als Kosten übernommen (z. B. Rohstoffe 10.000 € → auch Kosten 10.000 €) - **Anderskosten** = Aufwand wird im internen RWS **anders bewertet** (z. B. Abschreibungen extern 8.000 €, intern kalkulatorisch 12.000 € → Kosten = 12.000 €) - **Zusatzkosten** = Kosten ohne entsprechenden Aufwand (z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Eigenkapitalzinsen) --- 🔹 4. Zusammenfassung in einer Formel Kosten=Zweckaufwand (Grundkosten)+Anderskosten+Zusatzkosten Kosten=Zweckaufwand (Grundkosten)+Anderskosten+Zusatzkosten 👉 Neutraler Aufwand wird aussortiert. --- 🔹 5. Mini-Beispiel - **Aufwand gesamt (extern)**: 100.000 € - davon neutraler Aufwand: 5.000 € (Spende) - verbleibender Zweckaufwand: 95.000 € - davon: - 80.000 € Grundkosten (Material, Löhne) - 10.000 € Anderskosten (z. B. höhere kalk. Abschreibung statt 8.000 €) - 5.000 € Zusatzkosten (kalk. Unternehmerlohn) 👉 **Kosten intern = 95.000 €**
31
Wie berechne ich die Materialkosten?
Materialkosten Materialkosten = mengenmäßiger Verbrauch x Preis Verbrauchserfassung x Verbrauchsfolgefiktion
32
Wie kann ich den mengenmäßigen Verbrauch bestimmen?
**Bestimmung des mengenmäßigen Verbrauchs** - Inventur - zur Bestimmung der Menge *oder* - Fortschreibungsmethode
33
Wie kann ich den Preis abgegangener Mengen bestimmen?
**Bestimmung des Preises abgegangener Mengen** - Unterscheidung zwischen: nicht austauschbare Vorräte und austauschbaren Vorräten ? **Merksatz** - **Austauschbar = Massenware → Durchschnitts- oder Verbrauchsfolgeverfahren** - **Nicht austauschbar = Einzelstücke → Einzelbewertung**
34
Wie kann ich Anschaffungs- und Herstellungskosten von Vorräten ermitteln?
- Anschaffungs- und Herstellungskosten von Vorräten nach folgenden Verfahren ermittelt werde: - Fifo - First in first out → nur eine Kalkulationsvariante (es wird nicht haptisch wirklich das erste genommen) - Lifo - Last in First Out → nur eine Kalkulationsvariante - Durchschnittsmethode
35
Was ist FiFo und was LiFo?
**Kurz-Merksatz - Wann FIFO, wann LIFO?** - **FIFO** → realistisch, Lebensmittel & Standard; Endbestand = die neuesten Güter. - **LIFO** → steuerlicher Vorteil bei steigenden Preisen; Endbestand = die ältesten Güter.