Modul 3 Flashcards

(50 cards)

1
Q

Wie wird der Begriff „Gewebe“ definiert?

A

Ein Gewebe ist ein Verbund aus gleichartigen Zellen mit ähnlicher Struktur und Funktion sowie der dazugehörigen extrazellulären Matrix.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Nenne die vier Hauptgewebearten des menschlichen Körpers.

A
  1. Stütz- und Bindegewebe, 2. Nervengewebe, 3. Muskelgewebe, 4. Epithelgewebe.
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Was ist die Hauptaufgabe des Epithelgewebes?

A

Schutzfunktion: Es dient als Barriere zum Schutz des Körpers.
• Stoffaustausch: Es ist für die Aufnahme von Stoffen (Absorption) und die Abgabe von Stoffen (Sekretion) zuständig.
• Reizaufnahme: Es empfängt Reize und leitet diese weiter.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Welche Funktionen übernimmt das Stütz- und Bindegewebe?4

A

Es bildet das Grundgerüst des Körpers, speichert Energie (Fett) sowie Wasser, übernimmt Stoffwechselfunktionen und dient der Abwehr von Entzündungen.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Was versteht man unter „Atrophie“ im Kontext von Gewebe?

A

Die Abnahme der Gewebemasse durch das Ausbleiben überschwelliger Trainingsreize.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Wie adaptiert das Nervengewebe an überschwellige Trainingsreize?

A

Durch Erhöhung der Nervenleitgeschwindigkeit, Abnahme der Reizschwelle und Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Aus welchen Zellen baut sich Fettgewebe auf und was ist deren Aufgabe?

A

Es besteht aus Adipozyten (Fettzellen), die Fett und Wasser im Zellleib speichern und wieder freigeben können.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Nenne die drei Funktionen des weißen Fettgewebes.

A
  1. Speicher- oder Depotfett, 2. Isolierfett (Wärmeschutz), 3. Baufett (Polsterung und Organstütze).
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Wo befindet sich beim Menschen primär das Depotfett?

A

Vor allem in der Unterhaut (Subkutis) am Bauch und den Gesäßbacken sowie am Bauchfell.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Was ist „Baufett“ und wo kommt es vor?

A

Ein druckelastisches Fettpolster an mechanisch beanspruchten Stellen (z. B. Fußsohle, Gelenke, Gesäß) oder zur Fixierung von Organen (Nierenlager, Augapfel).

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Was ist die einzige Aufgabe des braunen Fettgewebes?

A

Die direkte Erzeugung von Wärme (Thermogenese) aus gespeichertem Fett.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Warum ist braunes Fettgewebe braun?

A

Aufgrund des sehr hohen Gehalts an Mitochondrien.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Auf welchen zwei Proteinen basiert die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln?

A

Aktin und Myosin.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Welche drei Arten von Muskelgewebe gibt es?

A
  1. Quergestreifte Skelettmuskulatur, 2. Herzmuskulatur, 3. Glatte Muskulatur.
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Nenne Merkmale der glatten Muskulatur.

A

Nicht willkürlich steuerbar, einkernig, keine Querstreifung, kommt in Gefäßwänden und Hohlorganen vor.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Was ist die Besonderheit der Skelettmuskelzellen hinsichtlich ihrer Kerne?

A

Sie sind mehrkernig, da sie in der Entstehung aus mehreren verschmolzenen Zellen (Myoblasten) hervorgehen.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
17
Q

Was ist ein Sarkomer?

A

Die kleinste funktionelle Einheit des Muskels, begrenzt durch zwei Z-Scheiben.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
18
Q

Welche Aufgabe hat das Protein Titin im Sarkomer?

A

Es hält das Sarkomer bei Dehnung zusammen, sorgt für Elastizität und heftet Myosinfilamente an die Z-Scheiben.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
19
Q

Erkläre kurz die Gleitfilamenttheorie.

A

Myosinköpfchen bilden Querbrücken zum Aktin und ziehen die Aktinfilamente zur Mitte des Sarkomers, wodurch sich dieses verkürzt.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
20
Q

Was ist die „H-Zone“ im Sarkomer?

A

Der Bereich in der Mitte der A-Bande, der nur Myosinfilamente enthält und frei von Aktin ist.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
21
Q

Was sind „ST-Fasern“ (Typ I)?

A

Langsam zuckende, rote Muskelfasern mit hoher Ermüdungsresistenz und hoher Kapillarisierung.

22
Q

Warum sind rote Muskelfasern rot?

A

Durch den hohen Gehalt an Myoglobin, das für den Sauerstofftransport in der Zelle zuständig ist.

23
Q

Was charakterisiert „FT-Fasern“ (Typ II)?

A

Schnell zuckende, weiße Muskelfasern, die schnell ermüden, aber für explosive Kraftleistungen spezialisiert sind.

24
Q

Was ist der „Intermediärtyp“ bei Muskelfasern?

A

Ein „Allrounder“-Fasertyp, der sich durch Training langfristig in Richtung Ausdauer oder Schnelligkeit anpassen kann.

25
In welcher Form liegt die Energie für die Kontraktion primär in der Zelle vor?
Als ATP (Adenosintriphosphat).
26
Was ist die Ursache von Muskelkater?
Mikroskopisch kleine Verletzungen (Mikrotraumen), die zu Wasseransammlungen (Ödemen) und Schmerz führen.
27
Warum kann ein Mineralstoffmangel zu Krämpfen führen?
Wenn Stoffe wie Magnesium oder Kalium fehlen, können sich die Myosinköpfchen nicht rechtzeitig vom Aktin lösen.
28
Welche Sofortmaßnahme hilft akut bei einem Muskelkrampf?
Dehnung des betroffenen Muskels oder Anspannen des Gegenspielers (Antagonisten).
29
Was ist eine Muskelfaszie?
Eine Hülle aus Bindegewebe, die einzelne Fasern zu Bündeln zusammenfasst und als Schutzschicht für Muskelgruppen dient.
30
Nenne drei wichtige Säulen der Verletzungsprävention laut Skript.
1. Zielgerichtetes Warm-up, 2. Cool-down zur Regeneration, 3. Ausgeglichene Ernährung (Elektrolyte).
31
Was versteht man unter der „extrazellulären Matrix“?
Das ist die Substanz, die zwischen den Zellen eines Gewebes liegt und zusammen mit den gleichartigen Zellen den Gewebeverbund bildet.
32
Wie reagiert das Stütz- und Bindegewebe (z. B. Knochen) auf das Ausbleiben von Trainingsreizen?
Es kommt zur Atrophie (Abnahme der Masse), Flüssigkeitsverlust und Minderung des Stoffwechsels, was zu Osteoporose oder Arthrose führen kann.
33
Welche Zellen bilden das Nervengewebe?
Es besteht aus Nervenzellen (Neuronen) und Stützzellen (Gliazellen).
34
Was verbessert sich im Nervensystem durch überschwellige Trainingsreize?
Die Nervenleitgeschwindigkeit erhöht sich, die Reizschwelle sinkt und die „Leitungswege“ vom ZNS zum Zielorgan werden optimiert (inter- und intramuskuläre Koordination).
35
Wie lange kann ein Mensch dank seiner Fettdepots theoretisch ohne Nahrung überleben?
Etwa 30 bis 60 Tage.
36
Wie hoch ist der Anteil des Depotfetts am Körpergewicht bei einem Normalgewichtigen im Vergleich zu einem Sportler?
Bei Normalgewicht liegt er bei über 25 %, bei Sportlern oder extrem schlanken Menschen bei etwa 10 %.
37
Welche Körperstellen gelten als nahezu fettfrei?
Hand- und Fußrücken, Ohrmuschel und das Skrotum.
38
Warum haben Skelettmuskelzellen eine besonders hohe Stoffwechselaktivität?
Weil sie mehrkernige Zelleinheiten sind, die durch die Verschmelzung vieler embryonaler Vorläuferzellen (Myoblasten) entstanden sind.
39
Was versteht man unter der „Peristaltik“ der glatten Muskulatur?
Rhythmische, ringförmige Wellen von Kontraktion und Entspannung, die zum Transport von Stoffen (z. B. Speisebrei im Darm) dienen.
40
Was sind „Glanzstreifen“ (Disci intercalares)?
Spezielle Verbindungsstellen zwischen den verzweigten Einzelzellen der Herzmuskulatur.
41
Was ist der Unterschied zwischen der A-Bande und der I-Bande im Sarkomer?
Die A-Bande (Mitte) enthält Myosin- und Aktinfilamente und ist dunkel; die I-Bande (Ränder) enthält nur Aktinfilamente und ist hell.
42
Welcher Fasertyp ist bei Weltklasse-Sprintern in der Beinmuskulatur primär vorhanden?
Fast-Twitch-Fasern (Typ II), die für explosive Leistungen nötig sind.
43
Warum ist die Muskelfaserverteilung für Trainer wichtig?
Da sie stark genetisch bedingt ist, bestimmt sie maßgeblich das Potenzial für Höchstleistungen in bestimmten Sportarten (z. B. Sprint vs. Marathon).
44
Was ist eine „Ödembildung“ im Zusammenhang mit Muskelkater?
Durch Mikrotraumen sammelt sich Wasser in den Zwischenräumen der Muskelzellen an, was den typischen Muskelkaterschmerz verursacht.
45
Nervenzellen
Neuronen
46
Stützzellen
Gliazellen
47
Fettzellen
Adipozyten
48
Myoglobin
Sauerstoffrransport im Muskel
49
Myoblasten
Embryonale Vorläuferzellen
50
Ödembildung
Wasser in muskelzellzwischenräumen