Was ist der primäre Zweck der Monitoring and Event Management Practice?
Der Zweck ist das systematische Beobachten von Services und Servicekomponenten sowie das Aufzeichnen und Erstellen von Berichten zu ausgewählten Statusänderungen, die als Events identifiziert wurden [1]. Die Practice identifiziert und priorisiert Infrastruktur-, Service- und Geschäftsprozess-Events und reagiert angemessen auf potenzielle Fehler [1].
Wie definiert ITIL den Begriff ‘Event’?
Ein Event betrifft jede Statusänderung, die für das Management eines Service oder eines anderen Configuration Items (CI) von Bedeutung ist [2]. Diese werden normalerweise durch Benachrichtigungen von IT-Services, CIs oder Monitoring-Tools erkannt [2].
Worin liegt der wesentliche Unterschied zwischen ‘Monitoring’ und ‘Event Management’?
Monitoring ist die systematische (aktive oder passive) Beobachtung von Services und CIs, um wichtige Zustände zu erkennen [2, 3]. Event Management umfasst die Aufzeichnung dieser Statusänderungen, die Bestimmung ihrer Bedeutung sowie die Initiierung korrekter Kontrollmaßnahmen [3].
Was charakterisiert ‘Informative Events’?
Diese Events dienen dazu, Daten über Leistung und Verfügbarkeit zu erfassen und erfordern zum Zeitpunkt der Identifizierung keine sofortige Aktion [3]. Sie helfen dabei, Trends zu erkennen, zukünftige Nachfragen vorherzusagen oder Kapazitätsplanungen zu unterstützen [4].
Welchen Nutzen bieten ‘Warnungs-Events’ (Warning Events)?
Sie erlauben es, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, bevor das Unternehmen tatsächlich negative Auswirkungen wahrnimmt [5]. Sie können automatisierte Reaktionen oder Tickets auslösen, um Dienstunterbrechungen zu verhindern [5].
Was kennzeichnet ‘Ausnahme-Events’ (Exception Events)?
Diese Events weisen auf eine Verletzung einer eingeführten Kenngröße (z. B. ein SLA) hin und erfordern eine sofortige Aktion [6]. Sie fungieren als Indikatoren für erhebliche Probleme wie Server-Crashes oder Sicherheitsverletzungen und triggern das Incident Management [6, 7].
Nenne wichtige Kenngrößen (Metrics) für das Tracking in dieser Practice.
Wichtige Kenngrößen sind die Anzahl an Events und Alerts, die Zeit zur Erkennung und Diagnose von Incidents sowie zeitbasierte Maße wie MTBF (Mean Time Between Failures) und MTTR (Mean Time To Repair) [7].
Wie unterstützt Monitoring and Event Management die Value-Chain-Aktivität ‘Improve’?
Die Practice ist entscheidend für die genaue Beobachtung der Umgebung, um deren Zustand und Stabilität zu bewerten und proaktiv zu verbessern [8].
Welche Rolle spielt die Practice in den Aktivitäten ‘Design and transition’ sowie ‘Obtain/build’?
In ‘Design and transition’ unterstützen Monitoring-Daten Designentscheidungen und liefern Infos über den Transition-Erfolg [8]. In ‘Obtain/build’ wird die Transparenz und Verwaltbarkeit von Entwicklungsumgebungen sichergestellt [8, 9].
Was trägt die Practice zur Aktivität ‘Deliver and support’ bei?
Sie bietet Anleitungen dafür, wie die Organisation die interne Unterstützung für identifizierte Events managt und dabei geeignete andere Practices (wie Incident Management) einleitet [9].