chapter 6 Flashcards

(37 cards)

1
Q

Definition Geld

A

Geld ist ein allgemein anerkanntes Tausch- und Zahlungsmittel, das in einer Volkswirtschaft die Funktionen Recheneinheiten, Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel erfüllt

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2
Q

Drei Geldfunktionen

A

Recheneinheit - misst und vergleicht Werte von Gütern und Dienstleistungen

Tauschmittel - ermöglicht einfacheren Austausch von Gütern

Wertaufbewahrungsmittel- erhält Kaufkraft über die zeit

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3
Q

Arten von Geld

A

Warengeld z.b Gold
Rechengeld, kein innerer Wert basiert au vertrauen
Kryptowährung, digitale Zahlungsmittel

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4
Q

Ringtäusch

A

Mehrstufiger Gütertausch ohne Geld, bei dem mehrere Handelspartner gegenseitig Leistungen austauschen müssen.
→ Problem: sehr ineffizient, hohe Suchkosten, keine allgemeine Vergleichbarkeit.

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5
Q

Vertrauen und Staat

A

Geld funktioniert nur, wenn die Bevölkerung ihm vertraut und der Staat es als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennt.

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6
Q

Geldmengensystematik

A
  • M1 : Bargeld + Sichteinlagen
    -M2 : m1+ kurzfristige Termineinlagen (bis 2 jähre)
    M3: M2+ Geldmarktfonds, Schuldverschreibungen (bis 2 Jahren)
    -> zeigt, wie viel Geld ,,Im Umlauf” oder ,,nahezu im Umlauf” ist
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7
Q

Geldschöpfung Definition

A

Prozess, durch den Geschäftsbanken durch Kreditvergabe neues Buchgeld schaffen

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8
Q

Geldschöpfung Voraussetzung

A

Teilreserve - System (Banken behalten nur Teil der Einlagen als Reserve)

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9
Q

Geldschöpfung Ablauf

A

Einzahlung -> Teil als Reserve -> Rest als Kredit -> neues Geld entsteht auf Konten

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10
Q

Vollständige Reservehaltung und
Partielle Reservehaltung

A

100% Reserve, kein neues Geld entsteht
vs. z.b. 10% Reserve, 90% werden als Kredit vergeben -> Geldmenge wächst

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11
Q

Fiatgeld

A

staatlich legitimiertes Rechengeld ohne inneren Wert

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12
Q

Zentralbank steuert Geldmenge über…

A

Mindestreservepolitik

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13
Q

Banken schaffen Buchgeld keine…

A

zusätzlichen Scheine

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14
Q

Definition Geldpolitik

A

Gesamtheit aller Maßnahmen der Zentralbank zur Steuerung der Geldmenge und der Zinsen, um Preisstabilität und Wirtschaftswachstum zu sichern.

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15
Q
A
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16
Q

Expansive Geldpolitik

A

Ziel: Wirtschaft ankurbeln
* Maßnahme: Geldmenge T, Zinssatz +
* Wirkung: Kredite billiger → mehr Konsum & Investitionen → Wirtschaftswachstum 1
* Anwendung: In Rezession oder schwacher Wirtschaft

17
Q

Restriktive Geldpolitik

A

Ziel: Inflation senken
* Maßnahme: Geldmenge v, Zinssatz T
* Wirkung: Kredite teurer → weniger Konsum & Investitionen → Wirtschaft kühlt ab
* Anwendung: Bei Überhitzung der Wirtschaft (hohe
Inflation)

18
Q

Zinsniveau

A

Zinsen = Preis des Geldes
- mehr Geldangebot -> Zinsen sinken
-Weniger Geldangebot -> Zinsen steigen

19
Q

Fisklapolitik

A
  • Staatliche Steuerung über Ausgaben und steuern
  • Expansiv : Ausgaben -hoch oder Steuern - runter -> Wirtschaft ankurbeln
    Restriktiv: Ausgaben -runter oder Steuern - hoch Inflation bremsen
20
Q

Definition EZB

A

Die Europäische Zentralbank ist die Zentralbank der Eurozone und trägt die Verantwortung für die Geldpolitik, Preisstabilität und den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel.

21
Q

Aufbau der EZB

A

Teil des Eurosystems (EZB + nationale Zentralbanken der Euro-Länder)
* Übergeordnetes System: ESZB (auch EU-Länder ohne Euro)

22
Q

Beschlussorgane EZB

A
  1. EZB-Rat:
    * Wichtigstes Organ
    * Mitglieder: Direktorium + Präsidenten der nationalen Zentralbanken
    * Aufgaben: Festlegung der Geldpolitik, Zinsentscheidungen
  2. Direktorium:
    - Präsident, Vizepräsident + 4 Mitglieder
    -Aufgaben: Vorbereitung, Umsetzung, tägliche Geschäfte
  3. Erweiterter Rat:
    - EZB - Rat +Zentralbankpräsidenten der EU Staaten ohne Euro
    - Aufgaben: Beratung, Datenkoordination
23
Q

Hauptziel EZB

A
  • Preisniveaustabilität
  • Inflationsziel ca. 2% in der Mittleren Frist
24
Q

Weitere Aufgaben der EZB

A
  • Datenerhebung und Wirtschaftsanalyse
  • Unterstützung der EU-Wirtschaftspolitik (sofern Preisstabilität gewahrt bleibt)
  • Sicherstellung des Zahlungsverkehrs
  • Verwaltung der Währungsreserven
  • Bankenaufsicht (mit nationalen Behörden)
  • Gewährleistung der Finanzmarktstabilität
25
Unabhängigkeit der EZB
* Frei von Weisungen der EU oder Regierungen * Ziel: Preisstabilität ohne politische Einflussnahme * Historische Begründung: Unabhängige Zentralbanken = geringere Inflation
26
Geldpolitische Instrumente - Überblick
* 3 Gruppen: 1. Ständige Fazilitäten 2. Offenmarktgeschäfte 3. Mindestreservepolitik → Ziel: Steuerung von Geldmenge & Zinsen
27
Ständige Fazilitäten
* Spitzenrefinanzierungsfazilität: * Kredit über Nacht bei EZB, gegen Sicherheiten * Zins = Spitzenrefinanzierungssatz (oberes Limit) * Einlagefazilität: * Geld über Nacht bei EZB anlegen * Zins = Einlagesatz (unteres Limit) * Leitzinskorridor: * Bereich zwischen Spitzenrefi- und Einlagesatz * Mitte = Hauptrefinanzierungssatz (wichtigster Leitzins)
28
Offenmarktgeschäfte
* Kauf/Verkauf von Wertpapieren zur Steuerung der Geldmenge * Hauptrefinanzierungsgeschaft: 1 Woche Laufzeit, wichtigster Zins * Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte: bis zu 3 Monate * Feinsteuerungsoperationen: kurzfristig, zur Stabilisierung * Strukturelle Operationen: langfristig, Anpassung an Marktveränderungen * Tenderverfahren: Auktion (Mengen- oder Zinstender)
29
Quantitative Lockerung (QE)
EZB kauft großflächig Anleihen (Staat, Unternehmen) * Ziel: mehr Liquidität, günstigere Kredite, Wirtschaft ankurbeln * Beispiele: * 2010: Securities Markets Programme * 2020: Pandemic Emergency Purchase Programme (1,85 Billionen €)
30
Mindestreservepolitik
* Banken müssen 1% ihrer Einlagen als Reserve bei EZB halten * Ziele: 1. Kontrolle der Geldmenge 2. Stabilisierung der Liquidität 3. Bindung der Banken an EZB * Berechnungsbasis: Sichteinlagen, Sparanlagen, kurzfristige Schuldverschreibungen
31
Was ist das Hauptziel der EZB-Geldpolitik?
Sicherstellung der Preisniveaustabilität im Euroraum
32
Was ist der Transmissionsprozess geldpolitischer Instrumente?
Der Mechanismus, über den Änderungen des Leitzinses die Wirtschaftsaktivität und das Preisniveau beeinflussen.
33
Wie wirkt eine Leitzinserhöhung der EZB gegen Inflation?
1. EZB erhöht Leitzins 2. Geldmarktzinsen steigen 3. Bankzinsen steigen 4. Kredite werden teurer → Nachfrage sinkt 5. Geldmenge sinkt 6. Nachfrage nach Gütern sinkt 7. Preise steigen langsamer → Inflation sinkt
34
Wie bekämpft die EZB Deflation?
Leitzins senken → Geld wird billiger → mehr Kredite → höhere Nachfrage → steigende Preise.
35
Wie lautet die Quantitätsgleichung und was beschreibt sie?
Formel: M * v = Y * P Sie zeigt, dass das nominale BIP (Y*P) immer dem Produkt aus Geldmenge (M) und Umlaufgeschwindigkeit (v) entspricht.
36
Was bedeutet „Neutralität des Geldes“?
Langfristig hat Geld keinen Einfluss auf reale Größen (wie reales BIP oder Beschäftigung), sondern nur auf das Preisniveau.
37
Wie unterscheidet sich die Wirkung der Geldpolitik kurzfristig und langfristig?
Kurzfristig: Einfluss auf Investitionen, Nachfrage, Produktion. Langfristig: Nur Einfluss auf Preisniveau → Geld ist neutral.