Allergien Flashcards

(80 cards)

1
Q

Wie wird eine Allergie definiert?

A

Angeborene oder erworbene spezifische, krankhaft
überschießende Immunreaktion und Immunreaktionsfähigkeit gegenüber
körperfremden, eigentlich unschädlichen und zuvor tolerierten Substanzen, die als Allergen erkannt werden.

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2
Q

Wie wird Anaphylaxie definiert?

A

Plötzlich auftretende, schwer verlaufende systemische
allergische Reaktion, die mehrere Organsysteme betrifft.

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3
Q

Was ist die Symptomatik von Allergien?

A
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4
Q

Wie ist der reguläre Verlauf von Allergien?

A

Verlauf

„Atopischer Marsch“: sequentieller Wandel von IgEassoziierten allergischen Erkrankungen
Neurodermitis + Nahrungsmittelallergie → Allergische
Rhinitis, Allergisches Asthma

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5
Q

Epidemiologie – Österreich?

A
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6
Q

Was sind Sozioökonomische Auswirkungen von Allergien?

A
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7
Q

Was sind Sozioökonomische Auswirkungen von Allergien?

A
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8
Q

Was ist ein möglicher Allergieauslöser?

A
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9
Q

Warum ist eine Allergie nicht eine Allergie am Beispiel der Erdnuss Allergene?

A

Allergie ≠ Allergie

siehe Familien der
Erdnuss-Allergene

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10
Q

Haben sich die Allergene im Laufe der Zeit verändert?

A

Ja.

Wie viele Männer und Frauen litten in

z.B.: stark allergene Stoffe wurden in Alltagsgegenständen
eingeschränkt (Nickel Modeschmuck, Formaldehyd
Kosmetika)

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11
Q

Was ist bei Arzneimitteln als Auslöser für Allergenität zu bemerken?

A

Häufig ist nicht der Wirkstoff selbst, sondern seine reaktiven Metabolite für die Allergie verantwortlich.

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12
Q

Was lässt sich bzgl Gruppenantigenität bei Arzneimitteln sagen?

A

Chemisch und pharmakologisch nicht verwandte Arzneistoffe können die gleichen allergischen
Reaktionen auslösen, wenn sie die gleiche Determinante besitzen.

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13
Q

Was bedeuten pseudoallergische Reaktionen?

Beispiele?

A
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14
Q

Was sind begünstigende Faktoren für Allergien?

A
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15
Q

Algorithmus zur primären Prävention

A
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16
Q

Was ist die Klassifizierung (nach Gell u. Coombs)

A

Typ I (Soforttypreaktion)
Typ II (zytotoxische Reaktion)
Typ III (Immunkomplexreaktion)
Typ IV (Zellvermittelter Typ)

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17
Q

Wie funktioniet die Pathophysiologie Typ I: Soforttyp (IgE-vermittelt) Allergie?

A

Über Sensibilisierung und Effektorphase bei erneutem Kontakt

Sofortreaktion (Sekunden bis Minuten), häufigste Form der Allergie (ca. 90%) – z.B.: Heuschnupfen, Anaphylaxie.

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18
Q

Zeige die Allergiesensitivierung in einem Schaubild?

A
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19
Q

Zeige die Pathophysiologie der Typ II: Zytotoxische Reaktion (IgG / IgM-vermittelt)

A

Typ-II-Allergie erfolgt nach 6-12 Stunden – z.B.: hämolytische Anämie, Transfusionsreaktion, Morbus Basedow

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20
Q

Wie zeigt sich die Pathophysiologie der Typ III: Immunkomplexreaktion?

A

Typ-III-Allergie erfolgt nach 6-12 Stunden - z.B.: Serumkrankheit, Vaskulitiden, systemischer Lupus erythematodes

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21
Q

Wie zeigt sich Patophysiologie der Typ IV Spättyp (T-Zell-vermittelt) Allergie?

A

Typ-IV-Allergie erfolgt nach 12-72 Stunden (Spättyp) - z.B.: Kontaktallergie, Tuberkulinreaktion.

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22
Q

Fasse Allergien Typ I bis IV zusammen.

A
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23
Q

Was sind die klinischen Effekte der Typ I Reaktion?

A
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24
Q

Was sind klinische Effekte der chronischen Entzündung?

A
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25
Was ist Haupt-u. Nebensymptomatik der chron. allergischen Rhinitis? Wann kann eine Diagnose gestellt werden?
Dia Diagnose kann bei Vorhandensein von ≥ 2 Hauptsymptomen oder einem Hauptsymptom u. ≥ 2 Nebensymptomen gestellt werden.
26
Was ist der Goldstandard für die Diagnose einer Allergie?
Kombination aus Anamnese + Testverfahren = Goldstandard
27
Wie lassen sich Allergien symptomatisch behandeln?
28
Was ist der Therapieansatz für Anaphylaxie?
29
Wie definiert sich die Anaphylaxie?
Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Es handelt sich um eine systemische, potentiell lebensbedrohliche Sofortreaktion (Typ I nach Gell & Coombs), die durch massive Ausschüttung von Mediatoren wie Histamin ausgelöst wird.
30
Welche Grade der Anaphylaxie gibt es und wie sind diese zu behandeln?
31
Was ist die Indikationen für die Verordnung eines Adrenalinautoinjektors?
32
Definiere Allergische Rhinitis
Allergische Rhinitis ist eine entzündliche Erkrankung der Nasenschleimhaut, die durch eine IgE-vermittelte Soforttyp-Allergie (Typ I nach Gell & Coombs) auf bestimmte Allergene entsteht. 🧬 Pathophysiologie Mechanismus: Nach Kontakt mit dem Allergen (z. B. Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare) binden diese an spezifische IgE-Antikörper auf Mastzellen → Freisetzung von Histamin und anderen Mediatoren. Folge: Entzündung und Überempfindlichkeit der Nasenschleimhaut
33
Was sind die Kardinalsymptome einer allergischen Rhinitis ?
Kardinalsymptome:  Niesen  Juckreiz  Klare Sekretion  Nasale Obstruktion
34
Was kann bei unzureichender Behandlung von allergischer Rhinitis passieren?
 Infektion: virale/ bakterielle Rhinitis, Rhinosinusitis  „Etagenwechsel“: Allergisches Asthma b. (30-40% der Patienten)
35
Was ist die AU Prävalenz für allergische Rhinitis?
25% der österreichischen Bevölkerung leiden unter inhalativen Allergien. AR ist nach wie vor eine verkannte bzw. unterschätzte Erkrankung – sowohl bei Betroffenen als auch bei Experten Ca. 50% der Pollenallergiker unternimmt nichts gegen die Beschwerden! Viele Patienten therapieren sich selbst jahrelang ohne Diagnose.
36
Was ist die Unterscheidung allergische vs. virale Rhinitis?
37
Wie sollte allergische Rhinitis therapiert werden?
38
Was sind Kardinalsymptome der allergischen Konjunktivitis?
39
Was passiert bei unzureichender Behandlung der allergischen Konjunktivitis?
40
Unterscheidung allergische vs. Virale vs. Bakterielle Konjunktivitis?
41
Was ist die Therapie der allergischen Konjunktivitis?
42
Wie ist der Wirkmechanismus von Histamin?
43
Wie wirken Antihistaminika? Bei welcher Indikation?
44
Was sind die Antihistaminika der 1. Gen? HWZ und Tagesdosis?
45
Was sind die Antihistaminika der 2. Generation?
46
Was sind UAW, KI und WW der Antihistaminika der 1. Gen?
47
Wie wirken Mastzellenstabilisatoren?
48
Wie wirken Dekongestiva? (α-Sympathomimetika)
NT = Nasentropen NS = Nasenspray AT = Augentropfen
49
Wie wirken Leukotrien Rez. – Antagonisten (LTRA)?
50
Was ist die potenteste Wirkstoffgruppe bei akuter Rhinitis?
Glucocorticoide
51
Welche Substanzen gibt es in der Gruppe der Glucocorticoide und wo werden Sie angewandt?
52
Was sind die sytemischen und lokalen Effekte von Glucocorticodiden? Unwerwirkte NW?
53
Was sind KI und WW von Glucocorticoiden?
54
Gegenüberstellung Wirkstoffgruppen, Besonderheiten?
55
Was bedeuten Kausale Therapien?
Addressierung der Ursachen.
56
Was lässt sich zum kausalen Therapieansatz Spezifische Immuntherapie (SIT) sagen?
57
Welche Biologika können als kausale Therapie angewandt werden?
Kausale Therapieansätze. Biologika
58
Welches therapeutisches Ergänzungssortiment kann Komplementär u. Unterstützend gegeben werden?
59
Was bedeutet Kreuzallergie?
60
Was ist der Unterschied zwischen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeit?
61
Was is die Notfallbehandlung bei Allergien?
62
Welche Wege der Histaminblockade gibt es?
63
Welche Arten der Immuntherapie gibt es?
64
Was bedeutet Allergenkarenz?
65
Welche Therapie bei AR (Allergische Rhinitis)?
66
Was ist der Unterschied der 1. Gen und 2. Gen Antihistaminika? Welche sind 1. Gen Astihistaminika und welche 2. Gen Antihistaminika?
67
Was sind Dekongestiva? Was ist Wirkung? Bezeichnungen?
Es sind alpha1-Sympathomimetika
68
Was ist die Allergiespezifische Immuntherapie?
69
Ein Mann erleidet nach einem Wespenstich eine anaphylaktische Reaktion. Seine Frau verabreicht ihm einen EpiPen, jedoch ohne Erfolg. Welchen Anwendungsfehler könnte die Frau begangen haben, sodass der EpiPen nicht wirkte?
Häufig: Falsche Applikationsstelle (z. B. in die Vene, ins Gesäß oder durch die Kleidung falsch angesetzt → nicht intramuskulär im Oberschenkel). Möglich auch: zu kurzes Andrücken, keine Auslösung des Mechanismus, oder zu früh Absetzen, bevor die Dosis vollständig injiziert wurde.
70
Ein Mann erleidet nach einem Wespenstich eine anaphylaktische Reaktion. Seine Frau verabreicht ihm einen EpiPen, jedoch ohne Erfolg. Nenne 3 weitere Wirkstoffklassen, die zusätzlich zum EpiPen gegeben werden.
Zusätzliche Wirkstoffklassen Antihistaminika (H1-Blocker, z. B. Dimetinden, Clemastin) Glukokortikoide (z. B. Prednisolon, Dexamethason) Sauerstoff / Volumentherapie (O₂-Gabe, kristalloide Infusionen) (Optional zusätzlich: β₂-Sympathomimetika bei Bronchospasmus, z. B. Salbutamol als Inhalation)
71
Ein Mann erleidet nach einem Wespenstich eine anaphylaktische Reaktion. Seine Frau verabreicht ihm einen EpiPen, jedoch ohne Erfolg. Gib die Verabreichungsroute der 4 Wirkstoffklassen (inkl. EpiPen) an.
Adrenalin (EpiPen): intramuskulär (anterolateraler Oberschenkel) Antihistaminika: intravenös oder oral (im Notfall i.v.) Glukokortikoide: intravenös (im Notfall) oder oral Sauerstoff: inhalativ über Maske/Nasenbrille Volumentherapie: intravenös
72
. Nennen Sie drei wichtige Mediatoren, die bei der Soforttypreaktion (Typ I nach Gell & Coombs) freigesetzt werden:
Histamin → Vasodilatation, Juckreiz, Bronchokonstriktion Leukotriene (z. B. LTC₄, LTD₄, LTE₄) → Bronchospasmus, Schleimproduktion Prostaglandine (z. B. PGD₂) → Vasodilatation, Schmerz, Entzündung
73
Was sind die drei Hauptsymptome einer Allergie vom Soforttyp (Typ I nach Gell & Coombs)
Die drei Hauptsymptome einer Allergie vom Soforttyp (Typ I nach Gell & Coombs), z. B. bei Heuschnupfen oder Insektengiftallergie, sind: Rhinokonjunktivitis Fließschnupfen (Rhinorrhö) Niesen Juckende, tränende Augen Bronchiale Symptome Husten, Atemnot, pfeifende Atmung Bronchospasmus (Asthmaanfälle möglich) Hautsymptome Urtikaria (Quaddeln) Angioödeme (Schwellungen v. a. Lippen, Augenlider) Juckreiz 👉 Kurzform (oft für Prüfungen): Rhinitis / Konjunktivitis Asthma / Dyspnoe Urtikaria / Angioödem
74
Was sind zwei 2 WS-Klassen + WM bei kausaler Allergie?
Allergenextrakte – Hyposensibilisierung (Toleranzinduktion, IgG4-Bildung, Th1-Verschiebung) Biologika (z. B. Anti-IgE, Anti-IL-5, Anti-IL-4/13) – Blockade von IgE oder Typ-2-Zytokinen → Unterbrechung der allergischen Entzündung
75
Offene Frage: Anaphylaxie-Set Was ist das Set? Wofür benötigt man dies? Patientengerecht erklären
Das Anaphylaxie-Set ist Ihr persönlicher Lebensretter für den Notfall. Wenn Sie versehentlich mit Ihrem Allergen in Kontakt kommen – zum Beispiel durch einen Wespenstich oder ein Nahrungsmittel – können Sie sofort handeln. Der wichtigste Teil ist der Adrenalin-Pen: Den setzen Sie seitlich am Oberschenkel an und drücken kräftig ab. Das Medikament wirkt innerhalb von Sekunden und kann verhindern, dass sich Ihre Allergie zu einem gefährlichen Schock entwickelt. Die anderen Medikamente im Set unterstützen zusätzlich, damit die Beschwerden nicht wiederkommen. Sie sollten das Set immer bei sich tragen und Ihre Angehörigen wissen lassen, wie man es benutzt.
76
Offene Frage: Anaphylaxie-Set Welche 4 Wirkstoff(klassen) müssen enthalten sein?
1. Adrenalin (Autoinjektor, z. B. EpiPen®) Wirkung: Lebensrettend → Engt Gefäße ein (Gefäßtonus ↑, Blutdruck ↑), erweitert die Bronchien, reduziert Schwellungen. Applikation: intramuskulär (anterolateraler Oberschenkel). 2. H1-Antihistaminikum Wirkung: Blockiert Histamin an H1-Rezeptoren → lindert Juckreiz, Quaddeln, Schleimhautschwellungen. Applikation: meist oral oder intravenös. 3. Glukokortikoid Wirkung: Entzündungshemmend, verhindert Spätreaktion und biphasische Verläufe. Applikation: oral oder intravenös. 4. β₂-Sympathomimetikum (Inhalationsspray, z. B. Salbutamol) Wirkung: Bronchodilatation → hilfreich bei bronchialer Beteiligung/Asthma. Applikation: inhalativ über Dosieraerosol oder Vernebler.
77
Was ist eine Anaphylaxie?
Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Sie ist eine systemische, potenziell lebensbedrohliche Sofortreaktion (Typ I nach Gell & Coombs), die durch massive Ausschüttung von Botenstoffen wie Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen ausgelöst wird.
78
Offene Frage: welche 6 Therapiemöglichkeiten gibt es bei Hausstaubmilbenallergie?
1. Karenz / Allergenvermeidung Spezielle milbendichte Matratzen- und Kissenbezüge („Encasings“). Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche bei ≥ 60 °C. Reduzieren von Teppichen, Vorhängen, Polstermöbeln. Staubarme Umgebung schaffen, HEPA-Filter-Staubsauger nutzen. 2. Medikamentöse Basistherapie: Antihistaminika Blockieren H1-Rezeptoren → lindern Juckreiz, Niesen, Schnupfen, tränende Augen. Beispiele: Cetirizin, Loratadin, Fexofenadin. 3. Glukokortikoide (nasal oder inhalativ) Lokal angewendet (Nasen- oder Asthmaspray). Entzündungshemmend, wirken stärker als Antihistaminika, insbesondere bei chronischer Symptomatik. 4. Sympathomimetika (Dekongestiva) Kurzfristige Anwendung von Nasensprays oder Tabletten zur Schleimhautabschwellung. Achtung: nicht länger als 5–7 Tage, sonst Gefahr einer medikamentösen Rhinitis. 5. Spezifische Immuntherapie (SIT, Hyposensibilisierung) Einzige kausale Therapie. Über mehrere Jahre Gabe standardisierter Hausstaubmilbenextrakte (subkutan oder sublingual). Ziel: Immunsystem „umtrainieren“, IgE-Reaktion reduzieren, IgG4 erhöhen. 6. Biologika (bei schweren Verläufen, v. a. mit Asthma) Moderne monoklonale Antikörper: Omalizumab (Anti-IgE) Dupilumab (Anti-IL-4Rα) Eingesetzt, wenn SIT nicht ausreichend wirkt oder nicht möglich ist. ✅ Merksatz für Prüfung oder Karte: Hausstaubmilbenallergie – Therapie umfasst Karenz, Antihistaminika, Glukokortikoide, Sympathomimetika, Immuntherapie, Biologika.
79
Analyse der Antwortmöglichkeiten: a. Hyposensibilisierung mit SCIT (spezifische Immuntherapie, subkutan): ✔️ Richtige Antwort. Dies ist die einzige kausale Therapie der allergischen Rhinitis. Sie verändert das Immunsystem langfristig, verschiebt die Reaktion von einer IgE-dominierten zu einer toleranzvermittelten Antwort und kann Krankheitsprogression (z. B. Entwicklung von Asthma) vorbeugen. b. Orale Therapie mit H1-Antihistaminika: Symptomatische Therapie → lindert Beschwerden, wirkt nicht kausal. c. Intranasale Corticoid-Therapie: Sehr wirksam gegen Symptome, entzündungshemmend, aber nicht kausal. d. Allergenkarenz: Sinnvoll, aber bei Pollen oder Milben praktisch nicht vollständig möglich → keine echte kausale Therapie. e. Intranasale Therapie mit Cromoglicinsäure: Mastzellstabilisator, wirkt nur prophylaktisch-symptomatisch, nicht kausal.
80
Analyse der Antwortmöglichkeiten: a. Befeuchtung der Nasenschleimhaut ❌ Nein – das wäre eher die Wirkung von Kochsalzsprays. b. Mastzellenstabilisation ❌ Nein – das ist die Wirkung von Cromoglicinsäure. c. Histaminblockade ❌ Nein – das ist die Wirkung von Antihistaminika. d. Entzündungshemmung ✔️ Richtig! Intranasale Kortikosteroide wirken stark antientzündlich, reduzieren die Schleimhautschwellung und sind die wirksamsten Medikamente bei allergischer Rhinitis. e. Vasokonstriktion ❌ Nein – das ist die Wirkung von α-Sympathomimetika (z. B. abschwellende Nasensprays wie Xylometazolin).