Race/Ethnie
zählt zu den primären Differenzkategorien -> Kategorisierung erfolgt automatisch ist nahezu unvermeidbar
ethnischer Background
Whiteness
Xenophobie
übersetzt als Angst vor Gästen/Fremden, inkludiert Phobie als irrationales Element
Xenophobie wird tlw. als ‚natürlich‘ diskursiviert->Neorassismus
Nativismus
Bevorzugung etablierter Bewohner eines Landes gegenüber Neuzugänge
Islamophobie
Islamfeindlichkeit
= ausgeprägte, fundamentale und unbedingte Ablehnung des Islam als Glaubensrichtung und deren pauschale Deutung als gefährlich, unmoralisch und verwerflich. Zugeschriebene Eigenschaften: - Expansionsdrang - Gewaltlegitimation - faschistisch -totalitär - frauenfeindlich - homophob
Muslimfeindlichkeit
Fokussierung auf die unmittelbaren Subjekte, sowie sekundär deren Symbole; nicht nur ein negatives Bild, sondern angestrebte – auch rechtliche – Benachteiligung
Integration
– Prozess der Herstellung von Teilhabe?
– Assimilation an eine Leitkultur bzw. Eurozentrismus oder ‚West-is-Best‘
Multikulturalismus
Anerkennung, Förderung und Unterstützung ‚ kultureller‘ Gruppen -> Zubilligung von Gruppenrechten
Minorities within Minorities-Problem
Spannungsfeld:
- Frauen: Ehe, Eheschließung, Sexualität, Kinder, Genitalbeschneidung
– Lesbische, bi- und homosexuelle Menschen, Transgender
– Austritte aus religiösen Gemeinschaften
– Is Multiculturalism Bad for Women? -> kulturelle Authentizität wird häufig auf dem Rücken der Frauen ausgetragen –> Öffentlichkeit vs. Privatheit • Jungfräulichkeit • Heteronormativität • Zugehörigkeit zu Familie/Gruppe/Sippe • Erbrecht/Scheidung
colorblind racism
Frames, Heuristiken und Skripts die zwar nicht rassistisch klingen, aber den Status-Quo erklären/verfestigen
– Keine passive Haltung, sondern ein aktiver Prozess der Verdrängung
- Ereignisse werden dadurch bedeutungslos gemacht, ohne Bezug zum kollektiven Gedächtnis
Kultur
= alle sozial erworbenen Gebräuche und sozial erworbenes Wissen –> Kultur ist nicht nur alles, was eine Person innerhalb einer Gruppe tun kann oder tun sollte („affordances“), sondern auch, was sie nicht tun sollte („constraints“)
R. Lewontin
Einteilung der Menschen hat keine biologische Grundlage -> 85.4 % der genetischen Diversität = individuelle Verschiedenheit innerhalb der ethnischen Gruppe, 8,3% Verschiedenheiten von Populationen derselben Ethnie; 6.3% „rassebedingte“ Unterschiede
A. Edwards
„Lewontins Fehlschluss” ->Es ist möglich Menschen auf Grund mehrere Allelloci in Gruppen einzuteilen-> muss aber nichts mit ‚schwarz-weiß‘ zu tun haben
Stereotype Content Modell
Kulturelle Stereotype, Kompetenz und Sympathie (s. Mitschrift)
Ausländer*innen und Personen mit Migrationshintergrund
Ausländer= alle Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft ca. 15.8% –> Hälfte aus EU-Ländern
Personen mit Migrationshintergrund:beide Eltern wurden im Ausland geboren unabhängig von der Staatsbürgerschaft->23%
Alter (jüngste und älteste Gruppen)
, höhere Lebenserwartung (Warum?), Fertilitätsraten
Demographische ‚Alterung‘ wird durch Zuwanderung abgeschwächt (Prognose 2030 ohne Zuwanderung: Altersmittel 46.3; mit Zuwanderung 44.2)
– ‚Junge‘ Gruppe: afghanischer, syrischer, irakischer, kosovarischer und russischer Abstammung
– Älteste Gruppe: deutsche Abstammung und Personen aus Ex-Jugoslawien
• Frauen ausländischer Herkunft: 1,92 Kinder (Frauen aus Afghanistan, Syrien und Irak: 3.91, Türkei: 2,37türkische Abstammung 2,37 Kinder, 24.5 Jahre)
- Mütter sind im Schnitt um 2.2 Jahre jünger als Österreicherinnen, geringe Unehelichen-Quote
Familienstrukturen
Größere Haushaltsgrößen bei Personen mit Migrationshintergrund (2.5 vs. 2.1 Personen)
• 22% aller Ehen zw. AusländerInnen und ÖsterreicherInnen; österreichisch-ausländische Ehen sind bei Männern häufiger (56% vs. 44%)
Kindergarten, Schule, Universität
Erwerbstätigenquoten
• 64% bei Personen mit Migrationshintergrund (75% bei Personen ohne Migrationshintergrund
- Besonders niedrige weibliche Erwerbsbeteiligung (Migrationshintergrund: 59%; ohne: 71%) aber auch männliche Erwerbsbeteiligung ist geringer (70% vs. 78%)
- Geringe Erwerbsbeteiligung von Müttern mit Migrationshintergrund
– Hoher Arbeiter*innenanteil
– Tourismus, Bauwesen, wenig Selbständige
– Wenig Facharbeiter (Problem: Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse!) -> Beschäftigung unter dem Qualifikationsniveau -> Schlagwort ‚Dequalifikation‘
– Anpassung der beruflichen Stellung in der zweiten Migrationsgeneration
– Stärker von Arbeitslosigkeit betroffen (12.5% vs. 8.0%; höchste Arbeitslosenquote bei Personen aus Afganistan, Syrien und Irak (48.3%)
Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung
Höhere Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung: 47% bei Personen aus ehem. Jugoslawien, 47% bei Personen aus Türkei im Vergleich zu 17% bei Östereicher*innen
Kriminalitätsraten
Ethnosexismus
Gewalttätige (junge) Mann vs. die verschleierte, unterdrückte Frau (Hijab als zentrales Symbol der Differenz)