Epidemiologie
Prävalenz
Prävalenz:
Epidemiologische Risikofaktoren
Epidemiologische Risikofaktoren
Ätiologie
primäres vs. sekundäres VHF
Erklärung und Auslöser
Primäres Vorhofflimmern (ca. 15%):
Ohne zugrundeliegende strukturelle Herzerkrankung („Lone Atrial Fibrillation“, „idiopathisches Vorhofflimmern“)
Sekundäres Vorhofflimmern: Durch zugrunde liegende epidemiologische Risikofaktoren oder Erkrankungen ausgelöste Formen
Kardiale Erkrankungen
Extrakardiale Erkrankungen
Klassifikation
Einteilung nach:
Einteilung nach Häufigkeit und Dauer des Auftretens
Einteilung nach Vorhoffrequenz
Symptome/Klinik
Asymptomatische Verläufe: Häufig, bei bis zu ⅓ der Patienten!
Mögliche Symptome
Labordiagnostik
Labordiagnostik
TSH, ggf. Schilddrüsenhormone
EKG
Zeichen
Welche Ableitung v.a.?
Wann TAA wann BAA?
EKG
DD: Vorhofflattern
Definition
Diagnostik und typische Kammerfrequenz
Therapie
Vorhofflattern
Definition
Diagnostik:
Therapieoption:
Therapie
Therapiegrundsätze
Thromboembolieprophylaxe bei Vorhofflimmern
Indikation
Durchführung
Thromboembolieprophylaxe bei Vorhofflimmern
Indikation: Nach Evaluation des Schlaganfall-Risikos mithilfe des CHA2DS2VASc-Scores
Durchführung der Sekundärprävention (Dauertherapie): Orale Antikoagulation im Verlauf, hierfür bestehen bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern mehrere Optionen
Blutungsrisiko berücksichtigen: HAS-BLED-Score
Score >2: Optimierung der Risikofaktoren, engmaschigere Kontrollen unter Antikoagulation, alternative Thromboembolie-Prophylaxemaßnahmen erwägen (z.B. interventioneller Vorhofohrverschluss)
Stellenwert von ASS: Acetylsalicylsäure als Thrombozytenaggregationshemmer wird zur Thromboembolie-Prophylaxe nicht mehr empfohlen
Vorhofohrverschluss
Indikation
Therapieprinzip
Vorhofohrverschluss
Indikation: Möglichkeit einer Thromboembolie-Prophylaxe für Patienten, bei denen eine Antikoagulationsbehandlung langfristig nicht möglich ist oder abgelehnt wird
Therapieprinzip: Ausschaltung des Vorhofohres am linken Vorhof („Left Atrial Appendage“, LAA), das in den meisten Fällen Bildungsort eines Vorhofthrombus ist
Frequenzkontrolle
Definition
Indikation
Ziel-Herzfrequenz
Therapeutische Optionen
Frequenzkontrolle
Definition: Frequenzkontrolle bezeichnet einen Therapieansatz, bei dem darauf verzichtet wird, das Vorhofflimmern zu beenden und einen Sinusrhythmus herzustellen. Stattdessen wird ein normofrequentes Vorhofflimmern angestrebt.
Indikation: Basistherapie bei jeder Form des tachykarden Vorhofflimmerns (TAA)
Ziel-Herzfrequenz: I.d.R. reicht eine moderate Frequenzkontrolle (<110/min) zur Symptomkontrolle aus, eine strikte Frequenzkontrolle(<80/min) sollte nur bei fortbestehenden Symptomen durchgeführt werden
Therapeutische Optionen
Kontraindikationen Beta-Blocker
Absolute Kontraindikationen
Relative Kontraindikationen
Therapie bei BAA
Bradyarrhythmia absoluta
Therapieoptionen zur Frequenzsteigerung
Rhythmuskontrolle
Definition
Indikation
Eingeschränkte Erfolgsaussichten bei?
Definition: Rhythmuskontrolle bezeichnet einen Therapieansatz, bei dem versucht wird, das Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus zu konvertieren und in der Folge den Sinusrhythmus zu erhalten.
Indikation:
Eingeschränkte Erfolgsaussichten bei:
Rhythmuskontrolle
Voraussetzungen für Kardioversion
Nach der Rhythmuskontrolle
Voraussetzungen für eine Kardioversion
Berücksichtigung des Thromboembolie-Risikos
TEE zum Thrombenausschluss: Im Zweifel muss vor jeder rhythmuskontrollierenden therapeutischen Intervention eine transösophageale Echokardiographie zum Ausschluss eines Vorhofthrombus erfolgen.
Bei Vorhofthrombus-Nachweis: Einleitung einer therapeutischen Antikoagulation für 4 Wochen
Nach der Rhythmuskontrolle: Fortführung der therapeutischen Antikoagulation für mindestens 4–6 Wochen
Therapeutische Optionen zur Rhythmuskontrolle
Therapeutische Optionen
Elektrische Kardioversion: Nach Sedierung des Patienten durch eine mit der Herzaktion synchronisierte transthorakale Applikation von biphasischem Gleichstrom über einen Defibrillator – es erfolgt ein kontinuierliches EKG-Monitoring.
Medikamentöse Rhythmuskontrolle: Gabe eines zur Rhythmuskontrolle geeigneten antiarrhythmischen Wirkstoffs unter Beachtung spezifischer Kontraindikationen
Katheterablation: Herzkatheteruntersuchung mit elektrischem Mapping der Erregungsleitung und -ausbreitung, nach Identifikation von Bildungszentren für ein Vorhofflimmern erfolgt eine Ablation
Chirurgische Techniken: Maze-Operation
CHA2DS2VASc-Score
C: Chronische Herzinsuffizienz* oder linksventrikuläre Dysfunktion 1
H: Hypertonus (arterielle Hypertonie) 1
A2: Alter ≥75 Jahre 2
D: Diabetes mellitus1
S2: Schlaganfall/TIA/Thromboembolie 2
V: Vaskuläre Vorerkrankung, KHK, periphere arterielle Verschlusskrankheit oder Aortenplaque 1
A: Alter 65–74 Jahre 1
Sc: Sex Category: Weibliches Geschlecht 1
HAS-BLED-Score
H: Hypertonus 1
A: Abnorme Funktion von Niere (1 Punkt) oder Leber (1 Punkt) 1–2
S Schlaganfall 1
B Blutungsneigung (z.B. bekannte Hämophilie) 1
L Labile INR-Werte (unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonist) 1
E Elderly, Alter >65 Jahre 1
D Drugs, Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern, NSAR (1 Punkt) oder Alkoholabusus (1 Punkt) 1–2
Komplikationen
Thrombenbildung (insb. im linken Vorhofohr)
Kardiale Dekompensation: Tritt insb. bei Patienten mit bereits eingeschränkter Pumpleistung des Herzens auf, die sich bei einer Tachyarrhythmie noch weiter verstärkt
Tachykardiomyopathie: Tritt als Form der chronischen Herzinsuffizienz bei längerfristig unkontrollierter Tachykardie im Rahmen eines Vorhofflimmerns auf