BingBong Flashcards

(19 cards)

1
Q

Hans Morgenthau

A

Vertreter des klassischen Realismus; Staat als zentraler Akteur, Politik als Kampf um Macht und Interessen.[1] Wichtiges Werk: “Politics Among Nations. The Struggle for Power and Peace” (1948).

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2
Q

E. H. Carr

A

Früher klassischer Realist; betont Macht, Anarchie und Staat als Hauptakteur, will Einsichten von Idealismus und Realismus verbinden (normative, realistische Theorie).[1] Wichtiges Werk im Skriptkontext: Kritik am Idealismus zwischen den Weltkriegen.

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3
Q

Kenneth Waltz

A

Begründer des strukturellen/Neorealismus; Analyseebene internationales System, Fokus auf Struktur (Anarchie, Verteilung von capabilities) und Überleben von Staaten.[1] Hauptwerke im Skript: “Man, the State, and War” (1959) und “Theory of International Politics” (1979).

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4
Q

Robert Keohane & Joseph Nye

A

Zentrale Autoren des Institutionalismus/Neo-Institutionalismus; Konzept der komplexen Interdependenz (multiple channels, keine Issue‑Hierarchie, geringe Rolle militärischer Gewalt).[1] Wichtiges Werk im Skript: Interdependenz und Regimebildung, z.B. Keohane/Nye 1977.

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5
Q

Robert Keohane

A

Vertritt rationalistischen Institutionalismus; Staaten nutzen internationale Institutionen zur Senkung von Transaktionskosten, zur Überwachung und zur Erhöhung von Gewinnen.[1] Im Skript wichtig: Regimebegriff (angelehnt an Krasner) und Funktionen internationaler Institutionen.

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6
Q

Stephen Krasner

A

Prägt den Regimebegriff: Regime als Set von Prinzipien, Normen, Regeln und Entscheidungsverfahren, um die sich Erwartungen in einem Issue‑Bereich konvergieren.[1] Wichtige Info: Regime besitzen keine Akteursqualität, sind problemfeldspezifisch.

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7
Q

Robert Keohane (Hegemoniale Stabilität)

A

Theorie der hegemonialen Stabilität: Regimebildung hängt von Machtstrukturen ab; Hegemon initiiert und stützt Institutionen.[1] Regime bestehen, solange Hegemon Interesse und Macht zur Aufrechterhaltung hat.

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8
Q

Andrew Moravcsik

A

Hauptautor des Liberalismus im Skript; Vorrang gesellschaftlicher Akteure, Staat als Transmissionsriemen, Fokus auf Wohlfahrtsgewinne statt Sicherheitsmaximierung.[1] Wichtiges Werk: “The Social Purpose of European Integration”/”The Choice for Europe” (liberaler Intergouvernementalismus).

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9
Q

Graham Allison

A

Entwickelt drei Modelle der Außenpolitikanalyse: Rational Actor, Organizational Behaviour, Governmental Politics.[1] Wichtiges Werk: “Essence of Decision” (Analyse der Kuba‑Krise).

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10
Q

Alexander Wendt

A

Zentraler Konstruktivist; internationales System als soziales Phänomen, Bedeutung von Ideen, Normen, Identitäten und Kultur.[1] Wichtiges Buch: “Social Theory of International Politics” (1999).

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11
Q

Ulrich Beck

A

Im Skript als Bezugspunkt für Interdependenz/Globalisierung; betont Auflösung souveräner Innenpolitik durch transnationale Risiken.[1] Zitat: „Es gibt keine souveräne Innenpolitik souverner Staaten mehr“.

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12
Q

David Campbell

A

Poststrukturalist in den IB; analysiert, wie Sicherheit und Außenpolitik Identität/Differenz diskursiv konstruieren.[1] Wichtiges Werk: “Writing Security” (Konstruktion von Gefahr und staatlicher Identität).

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13
Q

Ernesto Laclau & Chantal Mouffe

A

Zentrale Theoretiker der politischen Diskurstheorie/Poststrukturalismus; Konzepte wie Differenz, Äquivalenz, leerer Signifikant, Antagonismus.[1] Wichtiges Werk: “Hegemony and Socialist Strategy” (1985) – Hegemonie und Konstruktion des Sozialen.

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14
Q

Immanuel Wallerstein

A

Theoretiker des Weltsystems; im Skript bei Krise/Globalisierung erwähnt.[1] Wichtige Info: Begriff der strukturellen Krise des kapitalistischen Weltsystems.

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15
Q

Edward Said

A

Schlüsselautor des Postkolonialismus; kritisiert westliche Orientalismus‑Diskurse.[1] Wichtiges Werk: “Orientalism” – Dekonstruktion der westlichen Bilder des Nahen Ostens.

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16
Q

Cynthia Enloe

A

Feministische Sicherheitstheoretikerin; fragt “Where are the women in the study of security?” und kritisiert maskuline Sicherheitskonzepte.[1] Fokus: Sichtbarmachung von Frauen in Krieg, Militär und Sicherheitspolitik.

17
Q

J. Ann Tickner

A

Feministische Theoretikerin; fragt, wie IB‑Theorie aussähe, wenn Gender eine Kategorie wäre.[1] Kritik: maskuline Kategorien (Stärke, Autonomie, Selbsthilfe) dominieren klassische IB‑Theorie.

18
Q

Judith Butler

A

Poststrukturalistische Feministin; Konzept der Performativität von Gender (Geschlecht als wiederholtes Tun, nicht stabile Essenz).[1] Im Skript parallelisiert mit Campbell: kein ontologischer Status von Identität jenseits performativer Praktiken.

19
Q

Dirk Nabers

A

Dozent des Kurses; entwickelt Konzept der “Holocrisis” und verbindet Poststrukturalismus, Neo‑Materialismus und Krisentheorie.[1] Struktur von “Holocrisis”: Figuration, Disfiguration, Antagonismus, Hegemonie als Analyseachsen.