Was ist mit ‘Sensitivity’ im Kontext internationaler Beziehungen gemeint?
Sensitivity bezeichnet, wie stark Änderungen in Staat A die Situation in Staat B beeinflussen.
Welche Transmissionsriemen werden bei Sensitivity genannt?
Kommunikation, Handel, Tourismus und wahrgenommene ‘Bedrohung’.
Wie wird ‘Vulnerability’ (Verletzbarkeit) definiert?
Vulnerability fragt, ob man die Situation durch Änderung der politischen Rahmenbedingungen anpassen kann.
Was ist der Unterschied zwischen Sensitivity und Vulnerability?
Sensitivity beschreibt die kurzfristige Betroffenheit, Vulnerability die strukturelle Verwundbarkeit trotz möglicher Politikänderung.
Nenne die vier Ebenen des Netzwerks internationaler Kooperation.
Globale, interregionale, regionale und subregionale Ebene.
Nenne Beispiele für internationale Akteure auf globaler Ebene.
UNO, WTO, IWF, G‑7, G‑20.
Nenne Beispiele für Akteure auf interregionaler Ebene.
APEC, ASEM, EU‑ASEAN, EU‑Mercosur, ASEAN‑Mercosur.
Nenne Beispiele für Akteure auf regionaler Ebene.
EU, ASEAN, SAARC, NAFTA, Mercosur.
Was ist ein Beispiel für subregionale Kooperation?
Euroregionen oder Ostseekooperation.
Welche Politikfelder werden als Beispiele für Regime und Organisationen genannt?
Handel, Umwelt, Nonproliferation, Sicherheit/Menschenrechte und Entwicklung.
Welcher Übergang wird im Bereich Handel genannt?
Vom GATT zur WTO.
Welches Beispiel wird für Umweltregime genannt?
Das Kyoto‑Protokoll.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen NPT und IAEA?
Der Nonproliferation Treaty ist Regimegrundlage, die IAEA übernimmt Kontrollaufgaben.
Was sind zentrale Funktionen internationaler Institutionen aus rationalistischer Sicht?
Verteilung der Kooperationsgewinne, Überwachung von Arrangements, Reduzierung von Unsicherheit.
Wie sehen Rationalisten die Rolle von Staaten gegenüber internationalen Institutionen?
Staaten nutzen Institutionen instrumentell, um ihre eigenen Gewinne zu maximieren.
Wie sehen Konstruktivisten die Rolle internationaler Institutionen?
Institutionen haben eine eigenständige Wirkung bei der Verbreitung und Verfestigung internationaler Normen.
Was besagt die Theorie der hegemonialen Stabilität zu Institutionen?
Regimebildung hängt von Machtstrukturen ab und wird vom Hegemon initiiert und getragen.
Wann bleibt ein Regime in der Theorie der hegemonialen Stabilität bestehen?
Solange der Hegemon ein Interesse an der Aufrechterhaltung hat und seine Machtstellung behaupten kann.
Welche Rolle spielen Regime in der Theorie der hegemonialen Stabilität?
Sie haben keine eigenständige Wirkung, sondern spiegeln hegemoniale Interessen wider.
Welche Funktion hat die Regierung im Zwei‑Ebenen‑Ansatz?
Sie vermittelt zwischen nationaler und internationaler Ebene als Mediator.
Welche drei Phasen unterscheidet der Zwei‑Ebenen‑Ansatz?
Internationale Verhandlungen, nationaler Ratifikationsprozess, Modifikation des Ergebnisses.
Wovon hängt Regimebildung laut Ansatz epistemischer Gemeinschaften ab?
Von der Wissensverteilung und der Existenz konsensualen Expertenwissens in einem Problemfeld.
Wie fördern epistemische Gemeinschaften internationale Regime?
Sie schaffen konsensuales Wissen über Ursache‑Wirkungs‑Zusammenhänge und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit von Kooperation.
Wie wird der Staat im Institutionalismus kritisiert?
Als black box, die innergesellschaftliche Präferenzbildungsprozesse zu wenig berücksichtigt.