PersG Flashcards

(29 cards)

1
Q

Wird eine 6b Rücklage in den Veräußerungsgewinn nach §16 EStG einbezogen? Wenn ja wie?

A

Die 6b Rücklage wird in den Veräußerungsgewinn einbezogen gem. §6b VII EStG, R6b X S5 EStR und H16.9 “Rücklage” EStH
Schema: (Wert Rücklage x Gesellschafteranteil)x6% Strafzins x volle WJ seit Rücklagenbildung

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2
Q

Was ist eine Ergänzungsbilanz und warum ist sie zu bilden?

A
  • Abbildung AK neuer Gesellschafter, welche nicht in GHB angezeigt werden
  • in GHB nur Buchwerte, in Erg.B auch stille Reserven/Lasten
  • Anschaffungsgegenstand → Anteil scheidender G’ter an einzelnen WG des GHV der PersG inkl. stiller Reserven
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3
Q

Welche Steps sind zur Erstellung einer Ergänzungsbilanz nötig?

A

Ermittlung stille Reserven
1. Ermittlung Summe Stille Reserven (Kaufpreis - KapKo)
2. Aufteilung stille Reserven auf einzelne WG → Berechnung GoF als Restbetrag
- Tabellenschema: BW|TW|still.R|Anteil G’ter|
3. Aufstellung Ergänzungsbilanz

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4
Q

Was ist eine Betriebsschuld und wo ist sie geregelt?

A

Eine Verbindlichkeit, die durch Betrieb veranlasst ist
H4.2 XV “Betriebsschuld” EStH
Beispiel: Darlehensaufnahme für Erwerb G’ter-Anteil

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5
Q

Was ist ein Disagio? Wie wird er steuerlich behandelt?

A

Disagio = Abgeld; Anteil von Summe, die z.B. von einer Bank bei Kreditvergabe direkt einbehalten wird. Man erhält nicht 100% sondern z.B. nur 95% der Kreditsumme → 5% Disagio

  • Behandlung EStG:
    • ARAP §5 V 1 Nr. 1 EStG → Ausgaben vor Stichtag, Aufwand nach Stichtag
    • Laufzeitverteilung
    • Ansatzwahlrecht wenn ARAP < 800€ (5V S2 iVm §6 II S1 EStG)
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6
Q

Ist ein vom G’ter an die PersG vermietetes WG SBV?

A

Ja, gem. R4.2 XII EStR

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7
Q

Was ist bei Grundstücksverpachtung an die PersG durch den G’ter zu beachten bzgl:
1. Anschaffungszeitpunkt
2. Wert Einlage SBV
3. AfA

A
  1. Prüfen: wann ist Anschaffungszeitpunkt?
    1. klassische Anschaffung
    2. Einlage aus BV in PV? →§23 I 2 EstG
  2. Wenn Anschaffung innerhalb 3 Jahre → §6 I Nr. 5 S1 lit a EStG
    1. Grundsatz: AK tritt an Stelle des TW der Einlage
    2. bei Entnahme aus BV innerhalb der Drei Jahre → Entnahmewert ersetzt AK, Anschaffungszeitpunkt ist Entnahmezeitpunkt
  3. AK zum G’tereintritt berechnen
    1. GuB keine AfA → Anteil am Entnahmewert
    2. Geb:
      1. AK Entnahme
      2. AfA für Zeit Entnahme bis Status SBV I
      3. AfA der Entnahme wird anhand Nutzung vor SBV bestimmt → bei PV §7 IV S1 Nr. 2 EstG
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8
Q

Was ist die Sonderbilanz?
Wie wird sie erstellt?

A
  • Eine Sonderbilanz wird zusätzlich zur Gesamthandelsbilanz einer Personengesellschaft erstellt, um das Sonderbetriebsvermögen der Mitunternehmerinnen und Mitunternehmer gesondert auszuweisen
  • Auflistung aller SBV I und SBV II WG und Verb.
  • Ausgleichsposten = Sonderkapital
  • Verb. ggü. Altgesellschafter einzubeziehen so lange noch nicht bezahlt
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9
Q

Was gilt für die Fortentwicklung abnutzbarer WG im SBV nach G’ter-Erwerb und wo ist es geregelt?

A

zu 1 §7/6 BTA-E
- eigene AfA BMG des Erwerbers
- neue AfA Wahl
- betrifft nur Alt-WG der Gesamthand, nicht von G’ter eingebrachte WG

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10
Q

Wie wird die AfA von Gebäuden in der Ergänzungsbilanz fortentwickelt? Welche Grundsätze gelten?

A

Gebäude / andere abnutzbare WG
1. Abgleich: Was kriegt G’ter in Gesamthand zugewiesen vs. was ist “echte AfA” gem. eigener BMG/AfA-Grundlage
2. Berechnung AK G’ter = 1/x des BW bei Eintritt + zugewiesene stille Reserven des G’ter
3. Berechnung AfA G’ter = Basis neue BMG, ggf. neue Systematik
4. AfA GHB:
1. Alte Systematik der GHB → z.B. §7 IV S 1 Nr. 1 EStG → 3%
2. auf Basis der AK → Obacht: RBW muss auf AK-Wert gerechnet werden → RBWx(100% ND/ RND% x Gesellschafteranteil x AfA p.a. %
3. nur anteilig nach Gesellschafteranteil, sonst würden 100% AfA GHB mit X% Anteil in Erg. Bilanz verglichen
5. Differenz = Mehr/Minderabschreibung

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11
Q

Wie werden BGA in der Ergänzungsbilanz fortgeschrieben?

A
  • neuer G’ter = anteilige Anschaffung der BGA
    → prüfen: unterschiedliche AfA zw. GHB und ErgB?
  • idR nur lineare AfA §7 I EStG
    • immer prüfen ob degressive AfA geht §7 II EStG
  • ND = RND der BGA
  • wenn gleiche Abschreibungssystematik keine Differenz GHB da AK/ND = RBW/RND → gleiche AfA p.a.
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12
Q

Wie werden GWG in der Ergänzungsbilanz fortgeschrieben?

A

GWG = bei Anschaffung idR schon abgeschrieben §6 II EStG → keine stillen Reserven → kein Einfluss Erg.Bil.
- wenn Erwerb später als Jahr Anschaffung = nur stille Reserve noch AK
- da Erwerb Anteil der GWG auch unter §6 II EStG fällt → stille Reserven werden analog GWG aufgelöst
- sofortige Aufwandsvereinnahmung

Beispiel:
- 100.000 GWG 1.5 Jahre vor Gesellschafterwechsel
- 30.000 stille Reserven auf GWG bei Gesellschafterwechsel
- neuer Gesellschafter erwirbt 1/3

→ GWG voll abgeschrieben in t-1,5
→ stille Reserven auf GWG anteilig im Jahr des Erwerbs abzuschreiben → 30.000x(1/3) = 10.000

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13
Q

Wie wird die 6b Rücklage in der Ergänzungsbilanz fortgeschrieben?

A
  • so lange keine Übertragung = unverändertes Bestehenbleiben
  • neuer Gesellschafter hat eig. keine Rücklage, wird in Ergänzungsbilanz herauskorrigiert → weder Auflösung noch Strafzins werden für ihn relevant
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14
Q

Wie wird ein GoF in der Ergänzungsbilanz fortgeschrieben?

A
  • gilt als entgeltliches IVW §5 II EStG→ Ansatz mit AK abzgl. AfA §6 I Nr. 1 S 1 EStG
  • AfA gem. §7 I 3 EStG mit ND von 15 Jahren angesetzt
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15
Q

Wie wird die Ergänzungsbilanz rechnerisch fortgeschrieben → wie sieht ein Tabellenaufbau aus?

A
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16
Q

Wie ist eine Gebäudeverpachtung (SBV) in der Sonderbilanz des G’ter weiterzuführen?

A
  1. GuB = keine Veränderung weil keine AfA
  2. Gebäude:
    1. Bewertung gem. §6 I Nr. 1 S 1 EStG = AK abzgl. AfA
    2. AK = Einlagewert oder AK Wert
      1. Einlagewert §7 I 5 EStG n/a wenn innerhalb 3 Jahreszeitraum
      2. BMG = Entnahmewert fortgeführt
    3. AfA = §7 IV EStG → bei Bauantrag älter 1985 → Nr. 2
      1. 2% von 998.400 → 19.968
  3. Mieterträge
    1. sind SBE → als Passivposten in Sonderbilanz zu erfassen (H4.2 II EStH iVm H4.7EStH)
  4. laufende Grundstückskosten
    1. sind SBA (R4.7 II 3 EStR iVm H4.7 EStH)
      1. wenn aus privaten Mitteln bezahlt → Geldeinlage §4 I 8 EStG
17
Q

Wie ist ein Darlehenszins (SBV) in der Sonderbilanz des G’ter weiterzuführen?

A
  • wenn Darlehen SBV = Zinsen = SBA (R4.7 II 3 EStR iVm H4.7 EStH)
  • wenn privat bezahlt → Geldeinlage §4 I 8 EStG
18
Q

Wie ist ein ARAP in der Sonderbilanz des G’ter weiterzuführen?

A
  • Wenn Grundgeschäft (z.B. Darlehen) SBV II ist → ARAP auch SBV
  • wird über ND des Grundgeschäfts abgeschrieben, z.B. Darlehenslaufzeit → nur noch Rest aktivieren
  • AK x Anteil des Anschaffungsjahres → AfA Anschaffungsjahr
    • RBW = ARAP 100% - anteilige AfA
  • wird auf Aktivseite angesetzt
19
Q

Wie geht die Technik der Sonderbilanzfortschreibung?

A
  • Aktivseite Sonderbilanz = fortgeschriebene RBW der WG
  • Passivseite Sonderbilanz
    • Sonderkapital 1.1./Erwerbszeitpunkt
      • Bezahlung Kaufpreis wenn in Betrachtungszeitraum
      • SBE
      • SBA
      • Gewinn aus GuV
    • = Sonderkapital 31.12
      • Verbindlichkeiten SBV (z.B. Darlehen)
  • Gewinnauswirkungen Sonderbilanz
    • +SBE
    • -SBA
    • -AfA Gebäude
      • Zinsaufwand
    • = Gewinnauswirkung
20
Q

Wie ist das Ausscheiden eines G’ters aus einer oHG
1. zivilrechtlich
2. steuerrechtlich
allgemein zu bewerten?

A

zivilrechtlich
- §138 HGB: keine Auflösung der Gesellschaft sondern Fortführung mit restlichen Gesellschaftern
- Anteil wächst übrigen Gesellschaftern zu → §105 III HGB, §712 I BGB
- ausscheidender G’ter Anspruch auf Abfindung die Wert des G’ter-Anteils widerspiegelt §105 III HGB & §728 I 1 BGB
- G’tervermögen = GHV → §39 II Nr. 2 AO als Bruchteilsvermögen zugeordnet → steuerrechtlich ist Anwachsung ein entgeltlicher Übertragungsvorgang

Steuerrechtlich
- Ist Abfindung an G’ter > Wert G’t-Anteil → Lästigkeitszuschlag → Betriebsschuld H4.2 XV EStH
- Ausscheiden = begünstigt nach §16 I NR. 2 EStG weil kompletter Anteil veräußert wird
- verbleibende G’ter = AK der Anteile
- Stille Reserven anteilig aufzudecken

21
Q

Wie wird eine 6b Rücklage bei einem Gesellschafter-Ausscheiden behandelt? Kann man sie übertragen?

A
  • SV: Ausscheidender G’ter hat 6b Rücklage anteilig zugeschrieben und scheidet aus Gesellschaft aus
  • Frage: Ist Übertragung 6b Rücklage innerhalb der Gesellschaft möglich?
  • Lösung:
    • Anteil der Rücklage scheidender G’ter: nein, kann nicht übertragen werden → ist mit Kaufpreis abgegolten und wird aufgelöst
    • Anteil der Rücklage verbleibende G’ter: die Gesellschafter erwerben anteilig die stillen Reserven des scheidenden G’ters
      • Fiktion des Erwerbs der anteiligen WG → somit Übertragung der Rücklage auf stille Reserven möglich wenn st.R. > 6b RL und Übertrag nach Allg. 6b Spielregeln möglich ist.
22
Q

Was ist bei Gebäude-AfA zu beachten, wenn Bestandsgesellschafter den Anteil eines scheidenden Gesellschafter übernehmen?

A
  1. Aktivierung mit AK §6 I Nr. 1 S 1 EStG
    1. Alter Teil: ursprüngliche AK/HK
    2. erworbener Teil: ursprüngliche AK/HK + stille Reserven
  2. AfA = personenbezogene Merkamle
  3. Unterscheidung in Bestandsanteile und vom scheidenden Gesellschafter erworbene WG-Anteile
    1. Bestandsanteile = AfA wie vorher → Prüfen ob §52 XV 2-3 EStG iVm §7 IV a.F. einschlägig ist.
      1. Basierend auf AK/HK
    2. erworbene Anteile = neue AfA → gem. §7 IV wie Neuerwerb
      1. Basierend auf TW (BW + Stille Reserven)
23
Q

Was ist bei Machinen-AfA zu beachten, wenn Bestandsgesellschafter den Anteil eines scheidenden Gesellschafter übernehmen?

A
  1. Aktivierung mit AK §6 I Nr. 1 S 1 EStG
    1. Alter Teil: ursprüngliche AK/HK
    2. erworbener Teil: ursprüngliche AK/HK + stille Reserven
  2. AfA = personenbezogene Merkmale
  3. Unterscheidung in Bestandsanteile und vom scheidenden Gesellschafter erworbene WG-Anteile
    1. Bestandsanteile = AfA wie vorher → §7 I 1-2 EStG
      1. Basierend auf AK/HK, Abschreibung Basis ND bei Anschaffung (→ AK/HK abzgl. AfA ND)
    2. erworbene Anteile = neue AfA → gem. §7 I 1-2 wie Neuerwerb
      1. Prüfen: degressive AfA einschlägig gem. §7 II 1 EStG → relevante Zeiträume checken
      2. Basierend auf TW (BW + Stille Reserven) → AfA auf Basis RND (→ “RBW” abzgl. RND-AfA)
24
Q

Was ist beim Ansatz und AfA zu beachten, wenn ein Grundstück aus PV an oHG vermietet wird?

A
  1. Mit Vermietung an oHG = notwendiges SBV I (R 4.2 II EStR) → Einlage gem. §4 I 8 EStG
  2. GuB = keine Veränderung weil keine AfA (Einlage mit fortgeführten AK wenn §6 I Nr. 5 einschlägig)
  3. Gebäude:
    1. Bewertung gem. §5 VI iVm §6 I Nr. 1 S 1 EStG = AK abzgl. AfA
    2. AK = Einlagewert oder AK Wert
      1. Einlagewert §6 I 5 EStG n/a wenn innerhalb 3 Jahreszeitraum
      2. BMG = AK fortgeführt (AK inkl. AfA seit AK gem. alter Nutzung)
    3. AfA = §7 IV EStG
      1. gem. Neuer Nutzung im BV
      2. wenn Einlage aus PV → keine Anwendung 7 I S5 EStG
  4. Mieterträge
    1. sind SBE → als Passivposten in Sonderbilanz zu erfassen (H4.2 II EStH iVm H4.7EStH)
  5. laufende Grundstückskosten
    1. sind SBA (R4.7 II 3 EStR iVm H4.7 EStH)
      1. wenn aus privaten Mitteln bezahlt → Geldeinlage §4 I 8 EStG
      2. USt nicht abziehbar wenn steuerfreie Vermietung
25
Mit welchen Kosten ist eine wertgeminderte Beteiligung (17 EStG) in ein GHV einzulegen?
H17.VIII EStR 1. Aus PV und wertgemindert: zu berücksichtigender Veräußerungsverlust 2. unter AK gesunken: trotzdem mit AK einlegen, Teilwertabschreibung versagt, Realisation erst mit Veräußerung **soweit** realisierbarer Veräußerungsverlust
26
Wann ist das Aufstellen von Ergänzungsbilanzen sinnvoll?
Wenn G'ter unterschiedliche AfA/Bewertung haben
27
Was ist die fiktive AfA?
Wird ein **Gebäude** zunächst durch den:die Eigentümer:in selbst zu **eigenen Wohnzwecken** genutzt oder unentgeltlich an andere zu Wohnzwecken überlassen und erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt eine Vermietung, bemisst sich die **Abschreibung nach den ursprünglichen Anschaffungs-/Herstellungskosten** und dem für das Gebäude **maßgebenden AfA-Satz**. In der Folgezeit kann die AfA aber **nur bis zur Höhe** des **Restwerts** abgezogen werden, der von den Anschaffungs- oder Herstellkosten verbleibt, nachdem die **fiktive AfA**, die auf die Zeit der **Selbstnutzung** oder unentgeltlichen Überlassung **entfällt**, **abgezogen** wurde.
28
Was sind die Voraussetzungen einer MU-schaft?
29
Wie ist das Prüfungsschema einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung?